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05.10.2025 , 16:09 Uhr
Genozid ist das schwerwiegendste Verbrechen, das man begehen kann. Ihn zu relativieren bedeutet, die Entmenschlichung der Opfer zu legitimieren. Die Anprangerung eines Völkermords ist kein „sich leicht machen“, sondern ein notwendiger Schritt, um die Realität klar zu benennen. Die Hamas ist eine terroristische Organisation – ebenso muss jedoch festgehalten werden, dass die israelische Regierung derzeit einen Genozid begeht. Beides darf nicht relativiert oder gegeneinander aufgerechnet werden. Es bestand keinerlei Verpflichtung, Gaza jede Lebensgrundlage zu entziehen. Israel verdient keine Anerkennung dafür, dass es sich in der Vergangenheit angeblich an das Völkerrecht gehalten hat – was offensichtlich nicht stimmt. Es ist dokumentiert, dass frühere israelische Regierungen die Hamas indirekt unterstützt oder gar finanziert haben, um eine politische Einigung unter den Palästinensern zu verhindern. Die Regierung Netanjahu hat dadurch nicht nur die Chancen auf Frieden untergraben, sondern auch die Sicherheit der eigenen Bürgerinnen riskiest. Doch es sind die Zivilisten (AlLE) diejenigen, die diese Machtspielerein mit unvorstellbaren Leiden ausbaden. Netanjahu und Co. sind auch Mörder.
zum Beitrag04.10.2025 , 21:42 Uhr
Der Autor des Artikels verfehlt es, eine einfache Tatsache zu verstehen. Die große, weltweit aktive Massenbewegung, die sich mit Palästina solidarisiert, ist eine Reaktion auf den Genozid. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner. Die Weigerung, anzuerkennen, dass ein Genozid stattfindet, macht es unmöglich, das Ausmaß und die Wut dieser Bewegung zu verstehen. Ebenso erschwert sie das Verständnis dafür, dass die pro-palästinensische Parteinahme darauf abzielt, ein Recht einzufordern, das die Israelis bereits seit Jahrzehnten genießen: das Recht auf einen eigenen Staat und auf Selbstbestimmung.
zum Beitrag04.10.2025 , 21:23 Uhr
„Was fehlte, war die Empathie für die Opfer des Terrorüberfalls.“
Das stimmt einfach nicht. All die Gruppen, die zur Massendemonstration am 27. Oktober aufgerufen haben, hat sich unmittelbar nach dem 7. Oktober 2023 solidarisch mit den 1.200 Opfern erklärt.
Die Palästina-Solidarität als „Bequemlichkeit“ zu bezeichnen, gerade in Deutschland, in dem zeitweise sogar das Zeigen der Palästina-Flagge verboten war und Kritik an Israel von etablierten Medien und der Politik systematisch mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird, geht völlig am Thema vorbei.
Denn es verkennt, dass der eigentliche Antrieb dieser palästina-solidarischen Bewegung in erster Linie die Empörung über die jahrzehnten Lange Einseitigkeit des Westens zugunsten Israels ist. Eine Einseitigkeit, die auch lange nach der offensichtlich unverhältnismäßigen Reaktion Israels anhielt und insbesondere in Deutschland und den USA weiterhin fortbesteht.
Die Palästina-Solidarität pauschal mit judenfeindlichen Angriffen, etwa in England, in Verbindung zu bringen, wiederholt ein Stereotyp, das die Empörung weiter anheizt und verkennt, dass Tausende Israelis selbst Teil dieser Bewegung sind.
zum Beitrag12.09.2025 , 23:48 Uhr
Wenn ich übermorgen durch Bomben über meinem Haus oder durch Schüsse auf der Straße sterben könnte, oder wenn in den nächsten Stunden eine Explosion eine ganze Nachbarschaft – einschließlich der Crêperie – auslöschen würde, und ich 30 Euro in der Tasche hätte, würde ich mir auch ein bisschen Zucker und Normalität gönnen. Aber ich sitze ganz bequem in Berlin und habe nichts zu befürchten, also suche ich mir lieber eine günstigere Option oder bleibe einfach zuhause und verschiebe das alles auf später. Was ich nicht machen würde, ist, die Menschen in Gaza zu verurteilen, die so sehr leiden und seit Jahren Krieg ertragen mussten und ihn wohl auch weiterhin ertragen werden – nur weil sie sich einen Crêpe kaufen.
zum Beitrag23.07.2025 , 23:42 Uhr
Der Grund für den Protest könnte nicht klarer sein. In Gaza werden vom Israelischen Staat Gräueltaten begangen, die für jeden heutigen Deutschen unvorstellbar sind. Doch irgendwie gelingt es, das Gespräch über Deutschlands Rolle bei diesen Gräueltaten zu vermeiden. Stattdessen diskutieren wir über die kommunistische Partei, die den Protest organisiert, über israelische Touristen, die singen, oder darüber, ob es vielleicht einen hypothetisch kranken Menschen auf einem Schiff gab. Auf die eine oder andere Weise schaffen wir es, dem eigentlichen Kern des Gesprächs auszuweichen: der Tatsache, dass Israel Zivilisten in Gaza aushungert vor aller Augen und die Politik reagiert einfach nicht.
zum Beitrag16.04.2025 , 23:58 Uhr
Solange der Genozid nicht gestoppt und geklärt wird, finde ich den Ruf auf Boykott genau richtig.
zum Beitrag27.09.2024 , 00:05 Uhr
Der Vernichtungswille gibt es bestimmt bei den Menschen, die zB Hamas in Demos loben. Ich glaube aber, dass diese Gruppe in der Palästina-Solidaritätsbewegung in absoluter Minderheit ist. Dieser Vernichtungswille der Mehrheit der Kritiker Israels zuzuschreiben, führt offensichtlich zu einer besorgniserregenden pauschalen Dämonisierung von Symbolen und Parolen. Dabei sagt diese Hexenjagd viel mehr über die, die auf Verbot und Repression setzen, als über die Tausenden, die jede Woche mit der Parole Menschenrechte für alle zw. Fluss und Meer fordern.
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