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27.06.2026 , 14:36 Uhr
In aller gebotenen Kürze: Historisch gesehen gilt es zwischen dem Westen und dem Osten der Ukraine zu unterscheiden - im vormals polnischen Teil der Ukraine, wo die Kämpfe und Massaker vorwiegend stattgefunden haben, ist die populäre Erinnerung eine andere, und das nicht erst seit einigen Jahren und auch nicht auf Betreiben irgendwelcher Eliten. Geschichtspolitisch wird daran erst angeknüpft, seit Russland wiederholt versucht hat, in der Ukraine zu intervenieren.
zum Beitrag26.06.2026 , 15:21 Uhr
Was an dem Artikel und vielen der Kommentare auffällt, ist die weitgehende Unkenntnis der komplizierten ukrainisch-polnischen Beziehungsgeschichte und damit einhergehend eine Neigung zum vereinfachenden Schwarz-Weiß-Denken. Im Übrigen handeln beide direkt gewählte Präsidenten - der polnische wie der ukrainische - in erster Linie mit Rücksicht auf ihr jeweiliges einheimisches Elektorat und erst in zweiter Linie mit Rücksicht auf die beiderseitigen Beziehungen. Die ganze Affäre zeigt vor allen Dingen, dass die populären Geschichtsbilder in der Ukraine wie in Polen nach wie vor blinde Flecken aufweisen (die sich politisch ausbeuten lassen), während die Geschichtswissenschaft auf beiden Seiten längst weiter ist.
zum Beitrag17.11.2024 , 20:13 Uhr
Ganz einfach: Putin ist kein Selbstmörder. Seine leeren Drohungen sollte man nicht beachten.
zum Beitrag16.11.2024 , 18:01 Uhr
Das ist Unsinn aus dem Arsenal der russischen Propaganda, und ich nehme an, das wissen Sie auch. Selenskyj gehört selbst zu jenen Ukrainern, die das Russische besser beherrschen, als das Ukrainische. Und er war - wie die große Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung - auch kein Anhänger der Forderung radikaler Nationalisten, das Russische zurückzudrängen oder gar zu verbieten. Das die russische Sprache augenblicklich in der Ukraine nicht sonderlich populär ist, ist allerdings nur zu verständlich... Und auch Selenskyjs Ukrainisch ist in den letzten beiden Jahren wesentlich besser geworden.
zum Beitrag24.07.2024 , 15:08 Uhr
Erinnert sich hier überhaupt noch jemand daran, wie Josep Borrell bei seinem letzten Moskau-Besuch auf offener Bühne vorgeführt und gedemütigt wurde? Kein Wunder, dass er diese Erfahrung nicht wiederholen möchte. Statt an Diplomatie haben Moskau und Peking zur Zeit doch nur Interesse an propagandistischer Selbstdarstellung - wie auch Orban und Trump, ihre Brüder im Geiste. Es ist gut, wenn die EU dabei nicht mitspielt.
zum Beitrag28.03.2023 , 08:49 Uhr
Dass es in Deutschland kaum Menschen gebe, die in der Lage seien, Russisch zu sprechen, ist nun wirklich Unsinn. Neben Millionen Menschen, die ihre Wurzeln in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten haben, ist auch der weitaus größte Teil der Menschen mit Osteuropa-Kompetenz in Deutschland auf Russland, die russische Kultur und Sprache konzentriert. Es ist vielmehr so, dass man in Deutschland die von Russland kolonisierten Völker, deren Kulturen und Sprachen seit Generationen kaum beachtet hat, was sich jetzt am Beispiel der Ukraine rächt, da man die echten Ukraine-Spezialisten in Deutschland an zwei Händen abzählen kann.
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