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SPD bezahlt wieder anständig

Die Berliner SPD hat ihr Herz für Arbeitnehmer wiederentdeckt. Nach 20 Jahren beendete sie am Mittwoch den tariflosen Zustand für ihre 32 hauptamtlichen Mitarbeiter. Nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di brauchten beide Seiten ein Jahr, um sich einig zu werden. Nun werden die nach 1990 eingestellten Mitarbeiter finanziell deutlich bessergestellt als zuvor. Der kräftige Gehaltszuschlag kostet die SPD nach eigenen Angaben rund 30.000 Euro mehr im Jahr. Der damalige SPD-Vorsitzende Walter Momper hatte 1989 den Tarifvertrag gekündigt. Es sei klar gewesen, dass sich die SPD die üppige Bezahlung ihrer Mitarbeiter nicht länger habe leisten können, heißt es heute aus dem Landesverband. SPD-Landesschatzmeister Mark Rackles zeigte sich stolz auf den jetzt erzielten Abschluss. „Das war kein haltbarer Zustand, die SPD ohne Tarifvertrag.“ DPA