die gute nachricht: Chile gewinnt den Kampf gegen Lepra
Grafik: Anna Eschenbacher, Johanna Hartmann, Rita Eperjesi Quelle: WHO
Als zweites Land der Welt hat Chile nach Jordanien nun offiziell die Lepra ausgerottet, verkündete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang März. Die Folgen der bakteriellen Infektionskrankheit können ein ganzes Leben beeinflussen: Lähmung, der Verlust von Gliedmaßen bis hin zu Erblindung. Das gesellschaftliche Stigma hält in vielen Ländern den Teufelskreis zwischen Erkrankung und Armut am Leben. Laut der WHO haben Früherkennung und eine ganzheitliche Betreuung in Versorgungszentren in Chile dabei geholfen, den Kreislauf zu durchbrechen. Dort werden auch die langfristigen Folgen behandelt. Seit mehr als 30 Jahren hat sich in Chile niemand mehr innerhalb des Landes angesteckt. Die wenigen registrierten Fälle wurden allesamt eingeschleppt. 2021 waren das mit 10 Fällen noch die meisten. Statistisch betrachtet liegt diese Zahl auf eine Million Einwohner gerechnet zwischen 0 und 1 Fall. Argentinien registrierte im selben Jahr 3 Fälle pro einer Million Menschen im Land, Brasilien sogar 87 Fälle. Ziel der WHO ist es, die Krankheit bis 2030 global auszurotten. Doch immer noch erkranken mehr als 200.000 Menschen jährlich. Die meisten davon in Indien, gefolgt von Brasilien.Adefunmi Olanigan
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