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taz🐾lage

Satirefreiheit

„Rassistischer Müll“, „menschenverachtend“, „Ich schäme mich für die taz“: Die Social-Media-Kanäle der taz laufen gerade voll mit harter Kritik an einer fiktiven Reportage auf der Wahrheit-Seite. Thema der Satire auf der Satireseite: ein Text über einen vermeintlichen „Gaza-Erlebnispark“ in der Lüneburger Heide. Das machte viele Menschen wütend. Auch in der taz-Redaktion gab es zum Teil harte Kritik. Shitstorms, wie sie häufig beim emotional aufgeladenen Thema Gazakrieg aufziehen, sind eine enorme Herausforderung für unsere Social-Media-Redaktion, die alle Reaktionen auf den Text moderieren muss. Vielen Dank, liebe Kolleg*innen! Als Wahrheits-Redaktion möchten wir aber trotzdem feststellen: Ziel dieser Satire sind eindeutig die Protestformen und Protagonisten der deutschen Propalästinaszene. Aufs Korn genommen werden Antisemitismus, Selbstgerechtigkeit dieser Personen und Protestvermarktung – alles im erzählerischen Rahmen eines fiktiven Gaza-Erlebnisparks. Das tatsächliche und grauenhafte Geschehen in Gaza wird im Text nicht geschildert und nicht bewertet. Dass der Text palästinensische Kriegsopfer und Zi­vi­lis­t*in­nen oder das Leid der israelischen Geiseln in Gaza verhöhnt, ist aus unserer Sicht nicht zutreffend und nicht beabsichtigt. Für uns bleibt dieser sarkastische Text, den manche Menschen als geschmacklos empfinden mögen, deutlich im Bereich des satirisch Erzählbaren sowie der Presse- und Kunstfreiheit.


Christian Bartel und Harriet Wolff (taz Wahrheit)

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