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brief des tages

Schlüssel zur Mobilitätswende

E-Bikes sind oft ein Ersatz fürs Auto“, taz vom 6. 9. 25

Ich bin sehr auf das Ergebnis der Daten zur Mobilitätsstudie 2023 gespannt. Denn ich habe mir das E-Bike erst 2021 angeschafft. Lange habe ich mich als Radelenthusiast innerlich gesträubt und mich über leichtfüßig vorbeiradelnde Senioren amüsiert (und zähneknirschend weiter gegen den Wind und miesen Radweg an gestrampelt). Doch jetzt schaue ich zurück auf vier Jahre erweiterte Freiheit auf zwei Rädern. Gegenwind entlockt mir ein Lächeln, und erst auf Schotterwegen fängt es an richtig Spaß zu machen. Das Auto steht derweil vor der Garage (drinnen ist kein Platz, wegen der Fahrräder) und rostet vor sich hin. Vielleicht noch einmal TÜV, und dann wird es aus meinem Mobilitätskonzept ganz gestrichen. Das Ergebnis: Mehr als 22.000 Kilometer in vier Jahren, die ich den Verbrenner nicht benutzt habe. Das Meiste davon der Weg zur Arbeit, den ich sonst fast immer mit dem Pkw bestritten habe. Ergo: Das E-Bike ist der Schlüssel zur Mobilitätswende. Was es noch braucht, sind ein geschlosseneres Radwegenetz, Tempo 30 innerorts und einfach mehr Platz für Fahrrad und Fußgänger. Das Ganze wäre in vielen Fällen fast zum Null­tarif verfügbar. Asphaltiert ist schon genug. Es fehlt an Umverteilung. Das Beispiel Helsinki spricht tausend Bände. Guido Wiermann, Giesen

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