: Wenn Sportler zu wenig Franzbrötchen essen
Die Franzbrötchen bei unserem Bäcker sind sehr gut. Nicht nur irgendwie gut, sondern weich und knusprig und duftig und zimtig zugleich. Dass also an einem Samstagmorgen viele Menschen vor dem Laden stehen, ist nicht so besonders, die Schlange ist immer lang. „Gibt’s hier was umsonst?“, fragen manchmal Witzbolde.
Diesmal aber ist es eine Menschenmenge, die hier steht, die Leute haben alle Sportkleidung an, einer hält ein Megafon. „Und … die nächste Gruppe!“, ein Trupp löst sich und geht auf die andere Straßenseite. „Und auf die Plätze … fertig … Franz!“ Sie laufen los.
Was ist das? Rätselraten bei der normalen Samstagmorgenkundschaft. „Es ist wohl eine Demo für Franzbrötchen.“ – „Aber wozu?“ Man wolle, sagt der Mann mit dem Megafon, in Hamburg einen Feiertag ausrufen, „um das Franzbrötchen zu ehren“. Der 4. Oktober soll es werden, wegen Franz von Assisi, das ist sein Namenstag.
Hamburg-Altona
281.100 Einwohner*innen. Hat noch Bäckereien, die selber backen. Das Franzbrötchen, eine Hamburger Spezialität, ist ein mit Zimt und Zucker gefülltes Hefegebäck.
Draußen ist ein Tisch mit Franzbrötchen für die Läufer*innen aufgebaut, als die letzten weg sind, kommt die Verkäuferin mit einer Platte rein, sie ist noch voll. „Das ist alles noch übrig“, sagt sie und schüttelt den Kopf. Daniel Wiese
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