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der schwerpunkt

Subkultur unter Verwertungsdruck: Diese Beine hier auf dem Foto gehören einem Mitglied der Graffitigruppe Berlin Kidz, das gerade dabei ist, in einen Lüftungsschacht zu klettern. Das machen die Berlin Kidz, um die exponierten Flächen zu erreichen, auf denen sie ihre gesprayten Kunstwerke hinterlassen, hoch über der Straße, für alle sichtbar. Oft enthalten sie Botschaften, „Hartz IV essen Seele auf“ oder etwas in der Art. Es sind Statements, die eine Haltung vermitteln. Andererseits müssen auch Graffitikünstler*innen leben, und so kann es geschehen, dass sie sich auf Deals einlassen: Eine Wand mit Werbung besprayen? Warum nicht. Doch wenn der Auftraggeber ein umstrittener Konzern wie die Deutsche Wohnen ist, ist es dann noch okay? Oder geht das zu weit? Auch die Graffitiszene kann sich dem real existierenden Kapitalismus nicht entziehen, und manchmal knirscht es dann. 48–

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