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TikTok gilt oft als Sündenfall. Einmal auf dem Handy dieses Tool gepackt – ist nichts, wie es war zuvor: AfD-Hölle, Suchtattacken, einversige Aufmerksamkeitsspanne. Viele verachten die Frucht der Jugend dafür. Wie süß sie aber schmecken kann. Seit Reesa Teesas Serie auf TikTok „who tf did I marry“ denke ich das. Nichts einversig. Wir Jungen slayen im Hyperfokus. Oder wer sonst schafft es, fünf Stunden lang in fünfzig Teilen einer Person gefilmt im Selfie-Modus gebannt zuzuhören und danach noch ein TikTok dazu zu drehen? Also raus aus der AfD-Hölle. Ich manifestiere, die Europawahl möge kein AfD-Sündenfall von uns Jungendlichen werden.

Felix Bouché, verantwortlich für die taz Blogs und nun Schrauber:in im Produktionsraum dieser Seite. Wechselt sich ab mit Pluempes „mind the gap”.

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