südwester: Mitgemobbt
Sture Inselmenschen: Die Wyker Dampfschiff-Reederei bleibt bei ihrer Einschätzung, dass am 4. Januar im nordfriesischen Schlüttsiel Protestierende unerlaubt an Bord der Fähre von Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) gelangen wollten. Ob diese Personen „von hinten gedrängt“ oder aus eigenem Antrieb handelten, „können wir nicht beurteilen“, sagte gestern Reederei-Geschäftsführer Axel Meynköhn. Und piekste damit den Finger in die wohl deutscheste Wunde überhaupt: Man wusste von nichts, konnte auch gar nicht anders – auf Widerstand drohten ja schlimme Strafen. Und überhaupt: Hätte man nicht mitgemobbt, hätte das einfach jemand anderes gemacht.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen