piwik no script img

Guatemala/MexikoHunderte Menschen in verschlossenen Lastzügen

In Guatemala sind mehr als hundert Migranten aus einem am Straßenrand zurückgelassenen Sattelzug gerettet worden. 126 Menschen ohne gültige Papiere seien südwestlich von Guatemala-Stadt in dem Lkw-Auflieger entdeckt worden, teilte die Polizei mit. „Wir hörten Schreie und Klopfen aus dem Container, also öffneten wir die Türen“, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Migranten handele es sich um 106 Haitianer sowie elf Menschen aus Nepal und neun weitere aus Ghana, die offenbar auf dem Weg nach Mexiko gewesen seien, um von dort aus in die USA zu gelangen. Der Lkw war an einer Straße zwischen den Ortschaften Nueva Concepción und Cocales zurückgelassen worden. Die Migranten wurden in eine Unterkunft der Einwanderungsbehörde gebracht.

Bereits am Donnerstag hatten mexikanische Soldaten in den Aufliegern dreier Sattelzüge insgesamt 652 mittelamerikanische Migranten in versiegelten Kühlkammern entdeckt. Darunter waren 349 Minderjährige, 198 von ihnen unbegleitet, wie Mexikos Einwanderungsbehörde am Freitag mitteilte. Rund 87 Prozent der Menschen stammten demnach aus Guatemala. In den Anhängern habe es an Luft, Essen und Wasser gefehlt, hieß es. Sie seien den Sicherheitskräften übergeben worden. (dpa, afp)

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen