Pakistan: 2 Todesurteile wegen Fabrikbrand
In Pakistan sind zwei Männer wegen des Brandes in einer KiK-Zulieferfabrik im September 2012 in Karatschi zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht befand sie am Dienstag für schuldig, das Feuer bei Ali Enterprises gelegt zu haben. Dabei starben 260 Menschen. Viele waren in dem Gebäude eingeschlossen, weil Notausgänge versperrt waren. Laut Gericht wurde der Betrieb angezündet, weil sich Ali Enterprises weigerte, Schutzgeld an die Partei MQM zu zahlen, die damals in Karatschi an der Macht war. Angehörige kritisierten, dass die Fabrikbesitzer gar nicht vor Gericht gestellt wurden, obwohl sie für die Zustände in der Fabrik wie die versperrten Fluchtwege verantwortlich waren. Der deutsche Textildiscounter KiK zahlte sechs Millionen Dollar in einen Opferfonds. Eine Schmerzensgeldklage wies das Landgericht Dortmund 2019 wegen Verjährung ab. (epd, taz)
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