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Der Kantersieg

Kanterniederlagenopfer: Torwart Robin Zentner vom FSV Mainz Foto: dpa

Wenn’s nur hoch hergeht – und nicht hin und her –, dann ist’s ein Kantersieg.

Wenn also RB Leipzig den FSV Mainz mit 8:0 nach Hause schickt, war’s genauso ein Kantersieg wie vergangene Woche, als Leicester City den Southampton FC mit 0:9 besiegte.

Ein Kantersieg ist also einer, der bei den einen für besonders gute, bei den anderen für besonders schlechte Laune sorgt. „To win at a canter“ heißt, im Vorübergehen zu gewinnen, quasi in dem bei den im 14. Jahrhundert zu Pferde unternommenen Pilgerreisen nach Canterbury üblichem langsamen Galopp.

Daher ist das 5:1 der Frankfurter über Bayern kein Kantersieg, weil sich a) die Eintracht anstrengen musste und b) der Abstand von vier Toren so dolle nicht ist. Das ist ja nur knapp besser als ein 3:0, wie es an diesem Wochenende sogar Klubs wie Hoffenheim oder Dortmund zustande brachten. (mak)