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Müller entdeckt sein Herz für die E-Taxis

Regierungschef Michael Müller (SPD) hat ein Förderprogramm des Landes zur Umrüstung der Taxiflotte auf umweltfreundliche Elektrofahrzeuge in Aussicht gestellt. „Der Bund fördert das derzeit mit 3.000 bis 4.000 Euro – wir denken daran, diese Summe zu verdoppeln“, sagte Müller am Mittwoch nach einem Treffen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Mobilität der Zukunft. „Wir wollen einen größeren Anreiz geben, umzurüsten.“

Derzeit gebe es in Berlin – bei allein 1,2 Millionen zugelassenen Pkws – lediglich 3.500 E-Fahrzeuge, so Müller. „Wenn wir alleine die Taxen komplett umrüsten könnten, hätten wir praktisch sofort etwa eine Verdreifachung der Elektromobile in unserer Stadt.“

Hintergrund der Pläne ist die hohe Schadstoffbelastung nicht zuletzt durch Dieselfahrzeuge. Weil auch in Berlin an etlichen Straßen zu hohe Stickoxidwerte gemessen werden und deshalb gerichtlich angeordnete Fahrverbote drohen, will der rot-rot-grüne Senat eigene Maßnahmen umsetzen, um die Schadstoffwerte zu senken. „Wir wollen Fahrverbote vermeiden“, sagte der Regierungschef.

Müller kündigte unter anderem Gespräche über neue Vergaberichtlinien an, um bei der Bestellung neuer Busse oder anderer Fahrzeuge für den öffentlichen Fuhrpark ökologische Kriterien stärker zu gewichten. (dpa)

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