heute in Bremen

„Maritimster Ort Bremens“

Kultur Festival „Maritim“ feiert 40 Jahre Partnerschaft zwischen Bremen und Danzig

Fritz Rapp

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65, organisiert seit 18 Jahren das Festival Maritim und ist „Urgestein“ beim Verein Vegesack Marketing .

taz: Herr Rapp, was verbindet Bremen und Danzig?

Fritz Rapp: Ganz klar: Die maritime Tradition der beiden Hafenstädte. Und natürlich eine langjährige Städtepartnerschaft, die in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiert. Bremen und Danzig arbeiten schon seit 1976 auf verschiedenen Ebenen gut zusammen. Das Internationale Festival „Maritim“ ist ein Teil der Festlichkeiten im Rahmen dieses Jubiläums.

Warum wird die Städtepartnerschaft im Rahmen des Festivals „Maritim“ gefeiert?

Wo kann man den Gedanken der Völkerverständigung besser hochleben lassen als bei einem Musikfestival mit internationaler Ausrichtung? Auf dem Internationalen Festival „Maritim“ werden seit jeher Kontakte geknüpft, es sind in den vergangenen Jahren viele Freundschaften zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen entstanden. Das kann man durchaus als weiteren Beitrag zum kulturellen Austausch beider Städte sehen. Da sowohl Bremen als auch Danzig die besagte Nähe zum Meer haben, gibt natürlich die Seamusic den optimalen Rahmen.

Wie viel aus Danzig wird man in Vegesack finden?

Da wäre natürlich zuerst die polnische Musik vom Meer, allein sieben Bands und Gruppen kommen aus Danzig und dem übrigen Polen. Danzig schickt außerdem sein Flaggschiff, die „General Zaruski“, ein 1939 gebauter Zweimastsegler, nach Vegesack. Ein Highlight ist auch die multimediale Bernsteinausstellung im Alten Speicher. Einige Gastspiele auf den Festivalbühnen gibt außerdem das Teatr Miniatura, eine der ältesten Spielstätten Polens. Die Gruppe greift in ihren Stücken klassische Stoffe ebenso auf wie moderne Kinder- und Jugendliteratur.

Ist die Bernstein-Ausstellung ein rein polnischer Beitrag?

Die Ausstellung wird von Danzig aus organisiert, weil es dort eine sehr lange Tradition in der Bernsteinverarbeitung gibt. Die Ausstellung zeigt, wie schön dieser Schmuckstein ist und wie man ihn auf traditionelle, aber auch sehr moderne Weise verarbeiten kann. Kaum zu glauben, aber Bernstein ist mittlerweile teurer als Gold!

Interview:
Pia Siber

Bis Sonntag in Vegesack