piwik no script img

Stalking auch nicht mehr das, was es mal warDer verhasste Rosenkavalier

dpa/taz | Gerne hätten wir heute den gestrigen Valentinstag ignoriert, weil er, wie wir bereits am Samstag schrieben, „so überflüssig ist wie Tripper, Syphilis und Chlamydien zusammen“. Hatten wir es aber schon am Freitag dank einer Flut von Pressemitteilungen nicht geschafft, ihn zu verdrängen, so zwängte er sich gestern machtvoll mit folgender Tickerzeile wieder ins Kontor: „Unerwünschter Valentinsgruß – Auto mit Rosen gefüllt“, lasen wir und wollten dann doch wissen, was da los war. Nun, in Brandenburg hatte der 36-jährige Exliebhaber einer Frau deren Autofrontscheibe mit einem „Happy Valentinstag“-Plakat verklebt und das gesamte Innere der Karre mit Rosen zugemüllt. Die Frau konnte in der Nacht zu Sonntag ob des floralen Arrangements im Fond nicht wegfahren und rief die Polizei. Die ermittelt jetzt wegen Stalking im ganz besonders schwerem Fall: Fleurop-Stalking.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen