: Stillstand in Kreuzberg
Im Konflikt um das von Flüchtlingen besetzte Gebäude der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule ist keine Lösung in Sicht. „Ich vertraue diesen Leuten nicht – und sie vertrauen uns nicht“, sagte Bezirksstadträtin Jana Borkamp (Grüne) am Donnerstagabend auf einer Sondersitzung des Bezirksparlaments. Der Bezirk habe die Verhandlungen mit den BewohnerInnen abgebrochen. „Die Flüchtlinge haben Arbeit und Papiere gefordert. Das kann der Bezirk nicht erfüllen“, so Borkamp.
Das Berliner Verwaltungsgericht hatte im Mai entschieden, dass der Bezirk die Schule nicht ohne Weiteres räumen darf. Der Bezirk habe den Flüchtlingen die Nutzung des Gebäudes zunächst gestattet. Zudem sei die ehemalige Schule kein öffentliches Gebäude, da sie nicht der Erfüllung von Verwaltungsaufgaben diene. Deshalb müsse eine Räumung auf dem zivilrechtlichen Weg erwirkt werden. Der Bezirk hat Beschwerde gegen das Urteil eingelegt. Nun muss das Oberverwaltungsgericht den Fall prüfen. Nach Angaben von Stadträtin Borkamp wohnen derzeit 18 Personen in der einstigen Schule. (taz)
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen