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Zu den Greenpeace-Gorlebenakten und dem damaligen Vizepräsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und des Niedersächsischen Landesamtes, der für die Auswahl geeigneter Endlager-Standorte verantwortlich war und Gorleben ausdrücklich NICHT auf der Liste stand, sondern von Albrecht hinterher hinzugefügt wurde, empfehle ich Frontal21 vom Dienstag: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,8062756,00.html
Jeder kann den Betrug im Internet nachlesen, ja. Es wird nur kaum jemand tun.
Die nächste Lüge ist die über die angebliche Stromlücke ohne Kernkraft.
Kollege Xrissto zum Beispiel glaubt die auch.
Was ist bloss in Greenpeace gefahren - und alle, die sich an diese "neuen Fakten" in den den Akten hängen.
Diese Informationen liegen doch schon seit Jahren vor. Man muss doch nur einmal nachlesen, was der Geologe Prof. Eckhardt Grimmel zwischen 1993 und 1996 veröffentlicht hat, unter anderem in den Hamburger Geographischen Studien.
Wirklich peinlich, die Aktenklauberei durch Greenpaece. Vor 100 Jahren waren die auch schon einmal besser.
@von Xrissto: Leider sind auch Sie auf die Atomlobby reingefallen. Deutschland exportiert seit Jahren Strom ins Ausland, unter anderem auch nach Frankreich, da dort die AKW's wegen technischer Mängel nicht genug Strom produzieren konnten. Im Sommer z.B. muß ihre Leistung gedrosselt werden, da die Flüsse nicht genug Kühlwasser hergeben. Obwohl in den letzten Jahren mehrere AKW's in Deutschland vom Netz waren hat Deutschland immer noch Strom ins Ausland exportiert. Sie sehen daher, das die AKW's überflüssig sind. Schauen Sie doch mal auf die Website des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft und informieren Sie sich über die Fakten, bevor Sie wieder auf das Propagandageschwätz der Atomlobby reinfallen.
Wenn Gorleben eine politische Entscheidung war, wider jeder wissenschaftlichen Empfehlung, wer hat dann die Verantwortung zu tragen? Ist es der ehem. Ministerpräsident, oder gar die Bundesregierung?
Die Bürger werden nur noch hinters Licht geführt, sogar auf die Gesundheit wird keine Rücksicht genommen! Profit auf Teufel komm raus!
Sehr geehrter Herr Kreutzfeldt,
wenn das stimmt bezgl. Gorleben ist es Schweinerei genauso wie das 2 Grad-Ziel, dass keine wissenschaftliche Begründung hat.
Eine neue ergebnisoffene Standortsuche ist notwendig, denn selbst wenn jetzt alle Reaktoren abgeschaltet wörden haben wir ein Lagerproblem.
Wir haben ein Lagerproblem egal ob die Reaktoren jetzt abgeschaltet werden oder weiter laufen (ca. 28 Jahre). Der Weiterbetrieb erhöht die Menge des Abfalls um ca. das doppelte. Die Gefahr der doppelt so großen Menge die gelagert werden müßte ist genauso groß wie die jetztige Menge an Kernbrennstoffabfall.
Warum dann jetzt abschalten, wenn der Strom z. B. aus Frankreich beschafft werden muß und dort in KKW'
s erzeugt wurde?
Ja und Amen.
Die Ampel setzt auf Straßenbau und befreit Minister Wissing von dem Zwang, im Verkehr den CO2-Ausstoß zu senken. Ein klimapolitisches Desaster.
Kommentar Gorleben: Wenn das Netz für Vernunft sorgt
Das Netz bringt Röttgen in Zugzwang: Dort kann jeder Bürger nachlesen, wie Gorleben in kurzer zeit und ohne wissenschaftlichen Vergleich zum Endlager-Standort gemacht wurde.
Durch die Veröffentlichung vieler bisher vertraulicher Dokumente über Gorleben bekommt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ein massives Problem. Bisher war es seine Strategie, jede Kritik am geplanten Endlager-Standort als ideologisch und verantwortungslos darzustellen.
Das wird kaum mehr funktionieren, wenn jeder im Internet nachlesen kann, wie Gorleben nachträglich auf eine Liste gehoben und dann ohne echte Untersuchung innerhalb weniger Wochen zum besten Standort erklärt wurde. Oder mit eigenen Augen sieht, wie riesige Wasservorkommen plötzlich aus den Unterlagen verschwanden.
Eigentlich sollte Röttgen klug genug sein, um die jetzt bekannt gewordenen Fakten zum Anlass zu nehmen, sich von Gorleben zu verabschieden und mit der Endlagersuche neu - und diesmal wirklich ergebnisoffen - zu beginnen. Doch damit ist nicht zu rechnen. Denn der Minister steht unter Zugzwang: Seine Partei hat sich gegenüber den Energiekonzernen auf längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke festgelegt. Damit dies nicht wegen der nach wie vor ungelösten Entsorgung vor Gericht scheitert, muss er die Arbeiten in Gorleben wieder aufnehmen, um zumindest den Eindruck zu erwecken, dass an der Lösung der Endlager-Frage ernsthaft gearbeitet wird.
Wenn die Regierung nicht zur Vernunft kommt, liegt die Hoffnung zum einen bei der Justiz: Ein Endlager, das ohne wissenschaftlichen Standort-Vergleich nach rein politischen Kriterien durchgedrückt wird, dürfte vor Gericht keinen Bestand haben. Denn damit dürfte der Staat gegen seine Pflicht zur bestmöglichen Gefahrenabwehr verstoßen.
Doch allein auf die Gerichte muss sich niemand verlassen. Bei der geplanten Laufzeitverlängerung liegt die Hoffnung zudem bei den aufgeklärten BürgerInnen: Da dafür die Zustimmung des Bundesrats notwendig ist, kann schon der Ausgang der Wahl in Nordrhein-Westfalen diese unsinnigen Pläne ein für alle Mal beerdigen.
Und die Anti-Atom-Bewegung will mit ihren bundesweiten Aktionen am 24. April beweisen, wie richtig Röttgen mit seiner Analyse liegt, dass es nach wie vor keine gesellschaftliche Akzeptanz für Atomkraft gibt. Nur wenn durch Wahlverhalten und Proteste der politische Preis weiter steigt, werden sich Union und FDP von ihren Atomplänen verabschieden.
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Kommentar von
Malte Kreutzfeldt
ehemaliger Redakteur
Jahrgang 1971, war bis September 2022 Korrespondent für Wirtschaft und Umwelt im Parlamentsbüro der taz. Er hat in Göttingen und Berkeley Biologie, Politik und Englisch studiert, sich dabei umweltpolitisch und globalisierungskritisch engagiert und später bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen in Kassel volontiert. Für seine Aufdeckung der Rechenfehler von Lungenarzt Dr. Dieter Köhler wurde er 2019 vom Medium Magazin als Journalist des Jahres in der Kategorie Wissenschaft ausgezeichnet. Zudem erhielt er 2019 den Umwelt-Medienpreis der DUH in der Kategorie Print.
Die Vergangenheit als Blaupause
Schulterblick nicht vergessen
Hoffnung kann man auch aus der Vergangenheit ziehen, findet unsere Autorin. Ein Appell auch mal zurück zu schauen.