: Essen: Demo gegen Polizeimethoden
Essen (taz) - Rund 250 Demonstranten, darunter viele Türkinnen und Türken, auch mit Kindern, veranstalteten um 16 Uhr vor dem Essener Polizeipräsidium eine Kundgebung gegen den Polizeieinsatz vom Freitag letzter Woche. Nach Beendigung der Kundgebung zog die Demonstration zu dem Kleingartengelände, auf dem der 13jährige KemalC. erschossen worden war. Aufgerufen zur Demo hatten u.a. die Grünen und verschiedene AusländerInnen- und türkische Gruppen. In ihrem Flugblatt fordern sie eine öffentliche Aufklärung des „verfehlten und unangemessenen Polizeieinsatzes“. Besonders „ausländische MitbürgerInnen“ seien „über diesen Polizeieinsatz verunsichert und empört“.
Inzwischen suchen der Essener Ausländerbeirat und die Grünen mit Flugblättern auf deutsch und türkisch nach weiteren ZeugInnen der Verfolgungsjagd am Freitag letzter Woche. Er wisse, so Joachim Drell von den Grünen, daß TürkInnen aus Frohnhausen aus Angst nicht zur Polizei gegangen seien, um ihre Beobachtungen zu schildern.
MitschülerInnen von KemalC. protestieren gegen den Polizeieinsatz, indem sie Unterschriften an der Uni sammeln. Außerdem haben sie eine Geldsammlung für Kemals Mutter initiiert, damit sie die Überführungskosten bezahlen kann. Die Leiche des Jungen wurde am Donnerstag in die Türkei geflogen.
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