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Ladakh: Steine gegen Moslems und Touristen

gegen Moslems

und Touristen

Seit Mitte Juli sind die Buddhisten im nordindischen Himalaja-Distrikt Ladakh im Aufruhr. Japanischen und westdeutschen Touristen, die trotz Protest-Ausgangssperre Taxis der bei den Ladakhis verhaßten Kaschmir-Moslems anmieteten, flogen in den letzten Tagen Steine entgegen. Einige wurden verletzt. Klagen über unbekümmert auftretende Touristen, die Diebstähle begehen und Abfälle in der bislang unzerstörten Natur verteilen, sind oft zu hören.

Die den Tibetern ethnisch verwandten Ladakhis, Anhänger eines Buddhismus lamaistischer Prägung, sind vor allem über die Regierung des indischen Bundesstaates Jammu und Kaschmir in Srinagar verärgert. Die Regierung mit einer sunnitisch -moslemischen Mehrheit verweigert sowohl den Buddhisten als auch der noch kleineren schiitischen Minderheit Ladakhs viele der ihnen zustehenden Rechte. 150 Lehrer fehlen, die Trinkwasserversorgung ist zusammengebrochen, Bewässerungsprojekte für die Ladakhi-Bauern werden verschleppt, Strom gibt es oft tagelang nicht.

Die Ladakhis verlangen eine ihren ethnischen und kulturellen Bedürfnissen Rechnung tragende Selbstverwaltung.Text: dpa/Foto: Paul Langrock

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