: Schule auf der Straße
■ Schulraumnot: Proteste vorm SZ Kornstraße
Trotz zahlreicher BeschwerdeBriefe der Eltern hat der Bildungssenator bisher noch keine Besserung versprochen: Am Schulzentrum Kornstraße wird es weiter Wanderklassen geben. Fünf sind es in diesem Jahr. Und auch fürs nächste Schuljahr sind mehr Klassenverbände prognostiziert als Klassenzimmer vorhanden. „Platzangst“ proklamierten die SchülerInnen deshalb. Gestern morgen verlegten die fünf Wanderklassen ihren Unterricht aus Protest auf die Straße. Eltern verteilten Flugblätter an die staunenden Autofahrer.
„Jede Klasse braucht einen Klassenraum“, fordern sie. Die Wanderschüler werden für alle Mißstände in den anderen Klassenzimmern verantwortlich gemacht. „So ist der zunehmenden Desozialisierung der Jugendlichen nicht zu begegnen“, meint Marianne Lampe, Schulelternsprecherin. Daß in der Neustadt im Herbst die Schule am Leibnizplatz wiederbelebt wird, bringe dem Schulzentrum Kornstraße auch keine Entlastung: Dort ziehen lediglich drei fünfte Klassen ein, zwei davon aus dem Provisorium der ebenfalls überlasteten Schule Butjadinger Straße. „Hier bringt das nichts.“ ra
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen