: Mercedes im Kopf
■ „Mercedes“ von Thomas Brasch hat heute im Schlachthof Premiere
Oi (Michaela Mazac) und Sakko (Christian Wittmann) auf PhantasiespielreiseFoto: Thomas Räse
Oi klaut und zieht durchs Leben, Sakko ist arbeitslos. Die junge Frau und der junge Mann, zwei ganz verschiedene Menschen mit ganz viel Zeit, treffen sich in ihrer Stadt. Ihre Geschichte erzählt Mercedes, ein Stück von Thomas Brasch, gespielt von Michaela Mazac und Christian Wittmann.
Sakko ist deprimiert, denn seine Lebenssituation ist im Gegensatz zu der von Oi unfreiwillig. Spielerisch lernt er von Oi, die Zeit auf unkonventionelle Weise zu nutzen, nämlich sie mit Phantasien zu füllen: „Stell dir vor, du hättest einen funkelnagelneuen Mercedes — wir könnten auf der Stelle einsteigen und irgendwo hinreisen!“ Im Spiel begegnen die beiden sich, die aus ganz unterschiedlichen Welten kommen und verlieben sich ineinander. Ihre Kommunikation ist ein Experiment, voll positiver Überraschungen, aber auch Zerwürfnisse.
Autor Thomas Brasch, bekannt auch als Lyriker, Regisseur und
Hierhin die Schauspieler
mit
Mercedesstern
Drehbuchautor, 1945 geboren, kam 1977 von Ost- nach Westdeutschland. Mercedes, ein Stück über die Zeit, Lebensentwürfe, soziale Zwänge und politische Verhältnisse wurde 1983 in Zürich uraufgeführt.
„Eine Phantasiespielreise“, so Regisseur Hans-Otto Zimmermann, Regieassistent im Schillertheater in Berlin über Mercedes, „die auch die Spielfreude der Schauspiler bedient“. Michaela Mazac (Oi) und Christian Wittmann (Sakko) waren unter Andreas Fricsay am Bremer Theater engagiert. Aus „künstlerischen Gründen“ kündigten sie und machen seither freie Produktionen, wie den Jacques Prevert Abend „Die furchtbaren Apfelkerne der Wirklichkeit“.
Weitere Aufführungen am 26., 30., 31. Mai, sowie am 1., 2.,20., 23. Juni um jeweils 20 Uhr.
Die für Freitag angekündigte Lesung von Thomas Brasch fällt aus.
bear
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