: Rechnungshof erhärtet Vorwürfe
In Zusammenhang mit den umstrittenen Kauf- und Pachtverträgen zur Mülldeponie Schönberg hat der Präsident des Landesrechnungshofes Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Tanneberg, die Vorwürfe gegen die Schweriner Landesregierung erhärtet. Tanneberg sagte am Mittwoch als erster Zeuge vor dem Schönberg-Untersuchungsausschuß im Landtag, Aktenführung und Vertragsgestaltung im Zusammenhang mit dem Schönberg-Komplex seien „hochgradig unbefriedigend“ und juristisch fragwürdig.
Bei der Prüfung sei der Rechnungshof extrem behindert worden, da das Umweltministerium Akten nur unvollständig vorgelegt habe und über wesentliche Beratungsgespräche offensichtlich keine Vermerke angefertigt worden seien, sagte Tanneberg. Berater Wolfgang Kubicki (FDP) habe mit Treuhand, Bundesfinanzministerium und Umweltministerium in wichtigen Fragen offensichtlich nur mündlich verhandelt. dpa
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen