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Häfen dicht für Atom ?

■ Grüne wollen Debatte über Ausstieg

Die Grünen haben ihren Beschluß bekräftigt, die bremischen Häfen für Atomtransporte zu schließen. Es sei „ein Unding“, daß ausgerechnet im ersten Regierungsjahr der Bremer Grünen (1992) der Umschlag von 1.700 auf 2.800 Tonnen Atommüll gesteigert worden sei, erklärte Umweltsprecherin Elisabeth Hackstein auf der Landesmitgliederversammlung der Partei am Mittwoch abend. Mit dem Beschluß soll in der Stadt die „politische Diskussion um die Transporte aufgemacht werden“, so Hackstein.

Hackstein will die Entscheidung, die bremischen Häfen für Atommüll zu sperren, politisch durchsetzen und notfalls den Konflikt mit dem Auftraggeber der Transporte, dem Bonner Umweltministerium, in Kauf nehmen. Vor allem verlangt sie mehr Informationen über die Transporte an UmweltschützerInnen, wie der Hamburger Hafen das beispielhaft vormache. In Bremen weigere sich der Häfensenator nach wie vor, eine Inspektion der Transporte durch eine Parlamentariergruppe zuzulassen.

Bei den Wahlen zum Landesvorstand von Bündnis blieben zwei Plätze unbesetzt: Die Partei wählte mangels Kandidatinnen nur fünf von sieben Vorstandsmitgliedern. Die Grundschullehrerin Karin Krusche wurde als Landesvorstandssprecherin für ein weiteres Jahr ebenso bestätigt wie der Theologe Arendt Hindriksen. Von den etwa 80 stimmberechtigten Mitgliedern votierten 68 für Krusche, Hindriksen bekam 43 Stimmen.

Neu im Vorstand sind der Student Jörn Oltmann als Schatzmeister sowie die Krankenpflegehelferin Gerhild Engel und der Diplomgeologe Boris Oberheitmann als Beisitzer. Zwei Vorstandsplätze blieben frei. Sie sind für Frauen vorgesehen und sollen später besetzt werden, weil bislang keine Kandidatinnen zur Verfügung stehen. Das soll auf der nächsten Mitgliederversammlung geschehen, die noch vor dem Sommer abgehalten werden soll. Zu der eigentlich vorgesehenen Debatte um den Verkauf von Anteilen der Stadtwerken kam es wegen Zeitmangels nicht.

dpa/taz

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