: Bogdan Musial, Historiker
Insgesamt acht Monate hat der Historiker Bogdan Musial, 35, in polnischen Archiven Dokumente über die Nazi-Zivilverwaltung gesichtet. Seit der öffentlichen Diskussion um die NS-Vergangenheit des Peter Grubbe widmete er den von Volkmann unterzeichneten Anordnungen besondere Aufmerksamkeit. Dabei stieß der Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Warschau auch auf die NS-Personalakte des Kreishauptmanns.
Bogdan Musial war einst Bergmann in Katowice und dort in den frühen achtziger Jahren an den Solidarność-Streiks beteiligt. Nach dem Verbot der Gewerkschaft floh er in die Bundesrepublik, wo er als politischer Flüchtling anerkannt wurde und später an der Uni Hannover Geschichte studierte. ü.o.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen