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Arbeitslosigkeit erreicht neuen Höchststand

■ Trotz milden Wetters fast eine halbe Milion Arbeitslose in Berlin-Brandenburg

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg konnte auch im Februar nicht gestoppt werden. Insgesamt waren in der Region 491.831 Menschen arbeitslos gemeldet, teilte das Landesarbeitsamt Berlin-Brandenburg gestern mit. Das waren fast 4.700 mehr als im Vormonat und über 47.100 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 16,6 auf 16,8 Prozent.

In Berlin hat sich die Lage weiter verschlechtert. Trotz ungewöhnlich milder Witterung sei die Zunahme stärker als im Februar 1996 gewesen, hieß es in dem Bericht. In ganz Berlin wurden 263.054 Arbeitslose registriert, 3.570 mehr als im Januar und 25.502 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent. Vor Jahresfrist lag sie bei 13,8 Prozent. Im Ostteil der Stadt waren 96.445 und im Westteil 166.609 Erwerbslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Osten um 0,2 Prozentpunkte auf 15 Prozent (Vorjahr: 13,5), im Westen um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent (Vorjahr: 14).

Im Land Brandenburg waren Ende Januar 228.777 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.307 mehr als im Vormonat und 21.607 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote stieg auf 18,6 Prozent. Ein Jahr zuvor betrug sie 16,9 Prozent.

Im Februar meldeten sich in der Region 61.000 Menschen arbeitslos, 4.700 mehr als vor einem Jahr. Der gemeldete Bedarf an Arbeitskräften lag mit 17.400 auf dem Niveau des Vorjahres. In Arbeit vermittelt wurden 19.700 Menschen, die Möglichkeit zur beruflichen Qualifikation nutzten 63.100 Arbeitslose. In ABM wurden 39.400 Frauen und Männer öffentlich gefördert, 1.900 mehr als vor einem Jahr. Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente wurden von insgesamt 164.600 Personen in Anspruch genommen. Der Arbeitsmarkt wurde dadurch weiterhin spürbar entlastet, wie das Landesarbeitsamt betonte.

Arbeitssenatorin Christine Bergmann (SPD) forderte, die Arbeit auch in der öffentlichen Verwaltung stärker zu verteilen. Sie kündigte die Einführung einer „Einstiegsteilzeit für junge Beamte“ an. Wirtschaftssenator Elmar Pieroth (CDU) plädierte für eine Kostensenkung für Unternehmen: „Nur mit niedrigen Kosten, günstigen Preisen und dadurch entstehenden Aufträgen kommen wir zu neuen Arbeitsplätzen.“ dpa/ADN

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