■ Königsvorstadt: Stadtdurchbrüche
Die im Jahre 1701, dem Krönungsjahr von Friedrich I., gegründete Königsstadt war nach der Dorotheenstadt, der Friedrichstadt und der Spandauer Vorstadt eine der ersten Stadterweiterungen des historischen Berlins.
Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, stand die Königsvorstadt in der DDR-Planung von Anfang an im Zangengriff zwischen dem Stadtzentrum rund um den Alexanderplatz und dem Bau der Stalinallee. Um beide Gebiete miteinander zu verbinden, wurden die Reste der Königsvorstadt abgetragen und zwischen 1959 und 1965 als „Karl-Marx-Allee – zweiter Bauabschnitt“ neu aufgebaut. Architekten waren die Kollektive Edmund Collein, Josef Kaiser und Werner Dutschke, die an dieser Stelle zum ersten Mal in industrieller Großplattenbauweise bauten. Gegenüber dem ersten Bauabschnitt wurde die Straße von 90 auf 125 Meter verbreitert. Dafür sollten Pavillons und Restaurants vor den Hausscheiben die Anlage auflockern.
An die ehemalige Stadtstruktur der Königsstadt erinnern heute nur noch wenige Gebäude, darunter das westlich des ehemaligen Hotels „Berolina“ gelegene „Haus der Gesundheit“. wera
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