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Umweltbilanz negativ

■ Naturschutzbund sieht viel Schatten und wenig lichte Momente im Umweltschutz

Berlin (taz) – Eine überwiegend negative Umweltbilanz zieht der Naturschutzbund Nabu zum Jahresausklang. „Das Jahr 1997 wird für den Umweltschutz eng mit dem Versagen der Staatengemeinschaft beim Klimagipfel in Kioto verbunden bleiben“, meinte Nabu-Präsident Jochen Flasbarth. Verantwortlich für das mangelhafte Ergebnis seien vor allem die USA.

In der deutschen Umweltpolitik hat es nach Ansicht des Nabu im ablaufenden Jahr „viel Schatten, aber auch lichte Momente“ gegeben: Während in Hessen die Ausweisung des Kellerwalds als Nationalpark vorerst gescheitert sei, habe Thüringen im Hainich Deutschlands ersten Buchen-Nationalpark eingerichtet.

Als „umweltpolitischen Dauerflop der Regierung Kohl“ bezeichnete der Nabu-Präsident das erneute Scheitern einer Reform des Naturschutzrechts. Die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes sei zum viertenmal in der Amtszeit von Kanzler Kohl gescheitert, weil es nach wie vor kein vernünftiges Konzept zur Lösung der Konflikte zwischen Landwirtschaft und Naturschutz gebe.

Mit Sorgen blickt der Nabu vor allem auf die Verkehrsentwicklung. Der „Trend zur straßenbaufixierten Verkehrspolitik ist ungebrochen“.

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