piwik no script img

Bewerbungstag bei Siemens

10.000 Einstellungen hatte Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer für dieses Jahr versprochen. Hamburgs Erwerbslose fühlten daher gestern den Bossen der Hamburger Unternehmenszentrale auf den Zahn. 80 Joblose kamen aufs Werksgelände und übergaben Personalchef Herbert Dingfelder ihre Bewebungsunterlagen (Foto). Das Unternehmen war vorbereitet: Vor laufenden Fernsehkameras erklärte Sprecher Andreas Panten, daß die Aktion zwar „berechtigt“ sei, „aber warum gerade bei Siemens“? Schließlich würde der Konzern „weit über den eigenen Bedarf“ Auszubildende einstellen. Panten gestand jedoch ein, daß die 10.000 Anstellungen bundesweit „keine neuen Arbeitsplätze“ seien, sondern Ersatz für Abgänge. Mit der Aktion, hofft die Joblose IG Metallerin Karin Müller, habe man nun „Druck ausgeübt, daß Siemens wenigsten ein Teil der Einstellungen vornimmt.

kva/Foto: Kai von Appen

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen