■ Studentenverband o.s.t. denkt anders: Nicht prinzipiell gegen den Bachelor
Berlin (taz) – Den ostdeutschen Studentenvertretern sind ihre Hochschulen zu piefig, zu deutsch. „Wir haben ja kaum ausländische Studierende und Dozenten hier“, klagt der Vorsitzende des Studentenrats der Uni Rostock, Daniel Kretschmar. Kretschmar forderte daher vergangenes Wochenende in Warnemünde mit seinen KommilitonInnen vom ostdeutschen Studentenverband o.s.t. eine echte Internationalisierung – den Abbau der Hürden für Studienwillige aus aller Welt. An den Osthochschulen sind meist nur zwei Prozent der StudentInnen nichtdeutscher Herkunft. Im Westen sind es im Schnitt zehn Prozent.
Anders als ihre westdeutschen Kommilitonen lehnen die Ost-Studierendenvertreter den Bachelor und den Master nicht kategorisch ab. Es sei vorher zu klären, wie diese angelsächsischen Abschlüsse, die laut neuem Hochschulrahmengesetz nun möglich sind, zu den hergebrachten Diplomen stehen – etwa zu Zertifikaten der Fachhochschulen. Eine Studienreform finden die o.s.t.-Vertreter ohnehin notwendig, aber sie sei keineswegs „an Bachelor- und Masterabschlüsse gebunden“. cif
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