piwik no script img

Was Psychologen so tun: Brüten über Blondchen

London (dpa) – Das Klischee vom dummen Blondchen ist verbreitet. Das ist nun endlich von eifrigen Forschern noch einmal wissenschaftlich nachgewiesen worden.

Forscher der Universität Coventry präsentierten auf der Jahreskonferenz der Britischen Psychologischen Gesellschaft in Belfast eine Studie, aus der hervorgeht, daß hellblonde Frauen oft als minderbemittelt eingestuft werden. 120 Männer und Frauen zwischen 20 und 25 wurden Fotos eines 21jährigen Models vorgelegt. Die Frau trug jeweils eine blonde, dunkelblonde, braune und rote Perükke. Als Blondine machte sie auf die Testpersonen den weitaus unintelligentesten Eindruck.

„Das Blondchen-Klischee lebt weiter und ist bei Männern besonders extrem“, triumphierte der Psychologe Tony Cassidy. Dunkelblond rief dagegen positive Assoziationen wie „allseits beliebt“ hervor. Brünette galten als „scheu“. Das Stereotyp der „feurigen Rothaarigen“ scheint dagegen nicht mehr zu existieren: Rote Haare wurden weder mit „aggressiv“ noch „temperamentvoll“ verbunden.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen