:
■ Schriftsteller zum Krieg
Gegründet 1994, um neue Formen literarischer Überzeugungen zu vertreten, hat das Internationale Schriftstellerparlament (IPW) bislang davon abgesehen, auf aktuelle Geschehnisse zu reagieren, um sich von äußeren Dringlichkeiten nichts vorschreiben zu lassen. (Für oder gegen Frieden, Nato, Miloevic ...) Das IPW ist keine politische Organisation, es muß keine einmütigen und einstimmigen Positionen beziehen oder Beschlüsse fassen. Es ist vielmehr eine Arena, in der einzelne Positionen und Visionen von Literaten ausgedrückt werden, die über gemeinsame ethische Grundsätze verfügen. Ob sie sich von Belgrad aus äußern oder aus Tirana, aus Rom oder Triest, aus Barcelona oder Madrid, aus Istanbul oder auch Nigeria, Kuba oder Vietnam: Es kommt darauf an, der Sprache der Stereotypen und Kriegsmetaphorik eine Sprache des Humanitären entgegenzuhalten.
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Schriftstellerparlament in Paris sowie den Zeitungen Libération und El Pais veröffentlicht die taz in den nächsten Wochen die Serie „Schriftsteller zum Krieg“. Den Anfang macht der nigerianische Literatur-Nobelpreisträger von 1986, Wole Soyinka, der zugleich IPW-Präsident ist.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen