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■ Hoffnungsschimmer für Osttimor
Interfet-Soldaten verteilen im Ort Dare, südlich von Dili, Hilfsgüter an osttimoresische Flüchtlinge. Auch Indonesiens neuer Präsident Abdurrahman Wahid sandte gestern ein Zeichen der Entspannung. Er erklärte, er werde den Führer der osttimoresischen Unabhängigkeitsbewegung, „Xanana“ Gusmao, empfangen, falls dieser in die indonesische Hauptstadt kommen wolle. Wahid werde zusammen mit Vizepräsidentin Magawati persönlich an den Flughafen fahren, um Gusmao zu begrüßen. Es sei wichtig, gute Beziehungen zu Osttimor aufzubauen. Am Montag hatte Wahid einen Brief an UN-Generalsekretär Kofi Annan geschrieben, in dem Indonesien die Unabhängigkeit Osttimors formal akzeptiert. Gestern übernahm die UNO offiziell die Kontrolle über Osttimor.
Die neue Übergangsverwaltung (UNTAET) soll in den nächsten Wochen die multinationale Friedenstruppe ablösen, die seit dem 20. September in der Inselhälfte stationiert ist. Der Weltsicherheitsrat ermächtigte jetzt die UNO, mehr als 10.000 Blauhelme, Polizisten und zivile Experten für voraussichtlich zwei bis drei Jahre zu entsenden. Sie sollen helfen, die Flüchtlinge zurückzubringen, eine eigene Verwaltung, Justiz und Polizei aufzubauen und demokratische Wahlen vorzubereiten. Chef der UN-Mission in Osttimor wird der 51-jährige Brasilianer Sergio Vieria de Mello, der bislang für humanitäre Angelegenheiten in der UNO zuständig ist und zuletzt die UN-Zivilverwaltung im Kosovo aufbaute. li/‚/B‘Foto: Jan Banning
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