: Streit um Sozialhilfe
SPD will, dass Flüchtlinge aus Bosnien wieder mehr Leistungen bekommen. CDU dagegen und blockiert
Sozialsenatorin Gabriele Schöttler (SPD) will, dass ausreisepflichtige Flüchtlinge grundsätzlich wieder eine Grundversorgung bekommen. Dazu gehört Unterkunft, Verpflegung und medizinische unabweisbare Hilfe. Seit Mitte vergangen Jahres hatten insbesondere CDU-geführte Sozialämter Flüchtlingen aus Bosnien die kompletten Leistungen gestrichen und diese dadurch obdachlos gemacht. Begründet wurde dies mit Paragraf 1a des Asylbewerberleistungsgesetzes. Doch die Innenverwaltung unter Eckart Werthebach (CDU), die die Senatsvorlage mittragen muss, mauert noch. „Es besteht bei einigen Punkten Gesprächsbedarf“, sagte eine Sprecherin. Der CDU-Generalsekretär hatte Anfang der Woche betont, dass es „keinen Handlungsspielraum gebe, gegenüber der SPD nachzugeben“. NAU
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen