piwik no script img

„Blauer Brief“ für Berlin möglich

BRÜSSEL dpa ■ Die EU-Kommission wird voraussichtlich am Mittwoch darüber beraten, ob Deutschland wegen seines hohes Staatsdefizits förmlich verwarnt werden soll oder nicht. Zu diesem Termin steht auch die Stellungnahme zum Berliner Haushaltsprogramm an, das einmal im Jahr vorgelegt wird. Beschlüsse seien bisher nicht gefallen, hieß es gestern in Brüssel. EU-Währungskommissar Solbes hatte sich am Dienstag beim Finanzministertreffen den Schritt eines „blauen Briefes“ ausdrücklich offen gehalten. Sonst könne in der Zukunft ein solcher vorbeugender Schritt nicht mehr gemacht werden, hatte der Kommissar argumentiert. Auch Portugal wird von einem hohen Staatsdefizit geplagt. Die Finanzminister müssten eine mögliche Warnung am 12. Februar noch mit einer – an der Größe der Mitgliedstaaten orientierten – Mehrheit der Stimmen förmlich beschließen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen