: Geschichte zum Stolpern
Zum Gedenken an NS-Opfer werden in Kreuzberg-Friedrichshain heute weitere fünf „Stolpersteine“ verlegt. Geehrt werden nach Angaben des Kreuzberg-Museums die Euthanasie-Opfer Marta Obrig und Martha Koschinski auf der Freifläche vor dem Ostbahnhof. Weitere Steine erinnern an den Juden Walter Loewenthal, den Homosexuellen Karl Jacobs und an den NS-Gegner Willi Lenz. Die aus Spenden finanzierten Pflastersteine werden an den letzten Wohnadressen der NS-Opfer in den Bürgersteig eingelassen. Sie tragen Messingtafeln mit den Namen, Geburts- und Sterbedaten. Ziel ist es, für jedes der rund 2.000 NS-Opfer des Bezirkes einen „Stolperstein“ zu verlegen. Das Projekt war 1996 von dem Kölner Bildhauer Gunter Demnig und der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst initiiert worden. Bisher wurden über 250 „Stolpersteine“ verlegt. Erinnert wird an Juden, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Behinderte sowie Sinti und Roma, die während der NS-Zeit vertrieben oder ermordet wurden. EPD
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