: Schließen und Auslagern
DuMont will dieses Jahr zehn Prozent Stellen abbauen
KÖLN taz ■ Die Zahlen sind schlecht, die Stimmung ist mies: Durfte sich der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) im vergangenen Jahr noch über einen Überschuss nach Steuern von 3,2 Millionen Euro freuen, sollen die Zahlen für dieses Jahr tiefrot sein. Nun regiert beim Verlagsflagschiff Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) der Sparkommissar. Zehn Prozent Stellenabbau dieses Jahr, jeweils drei Prozent in den beiden kommenden Jahren – so sollen die Planzahlen lauten. Noch setzt die Geschäftsführung dabei auf Vorruhestandsregelungen. Doch betriebsbedingte Kündigungen seien inzwischen kein Tabu mehr, heißt es aus Verlagskreisen.
Sparen wird sich der KStA künftig jedenfalls seine Bonner Lokalredaktion. Das gilt als beschlossen. Nur noch der bisherige Redaktionsleiter soll in Bonn bleiben. Zudem soll der Motorteil des KStA wahrscheinlich schon ab Oktober von der Mitteldeutschen Zeitung (MZ), dem DuMont-Außenposten in Halle (Sachsen-Anhalt), mitproduziert werden. In der KStA-Redaktion geht nun die Angst um, die Auslagerung könnte ein Testlauf für andere Seiten und Beilagen sein.
DuMont Schauberg wollte sich gegenüber der taz nicht zu den konkreten Sparplänen äußern, man befinde sich aber „in einem Prozess einschneidender Sparmaßnahmen“. Kultur des Konzerns sei es, „Einsparmaßnahmen so sozialverantwortlich wie möglich“ vorzunehmen. Taz-Informationen, wonach MDS an einer Übernahme der Sächsischen Zeitung interessiert ist, wollte der Verlag weder bestätigen noch dementieren. PASCAL BEUCKER
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