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Boris soll in die Besenkammer

MÜNCHEN dpa ■ Wenn es nach dem Willen des Staatsanwalts geht, soll unser Boris wegen Steuerhinterziehung für dreieinhalb Jahre in den Knast. Die dortigen Zimmer sind ja kaum größer als die berüchtigten Besenkammern. Und das nur, weil Boris heimlich in einem kargen Zimmerlein unterm Dach im Haus seiner Schwester in München übernachtet hat, während er noch offiziell in Monte Carlo wohnte. Sowieso können eigentlich nur die Berater Schuld sein, weil das Bobbele doch gar nicht weiß, wie man richtig spart. Das hat sein Anwalt dann auch klar gestellt. Das Bobbele sei kein „ausgefuchster Abzocker“, bloß ein „unbedarfter Tennisspieler“. Das stimmt doch voll. Das kennen wir doch aus dem Fernsehen. Und dann hat er ja jetzt auch noch gleich 3 Millionen an die Finanzkasse gelatzt. Bisschen spät vielleicht, aber immerhin. Ist doch klar: Nie mehr Besenkammer für Boris. Bitte, bitte, Frau Richterin!

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