• 28.01.2013

Diskussion um „Frankfurter Rundschau“

„Wie ein Stück Vieh auf dem Markt“

Diese Woche wird entschieden, ob die „FR“ weiterlebt. Die Mitarbeiter dürfen dabei nicht mitreden, beklagt der Betriebsratschef.von Timo Reuter

  • 13.02.2013 23:16 Uhr

    von FR braucht kaum jemand:

    Deutsche lesen die Zeitung nicht weil die Meinung der SPD,der gewerkschaftsbosse, der Grünen und er Roten Khmer sowieso auf allen medialen Kanälen zu haben ist und zwar umsonst. Information lieferte die FR nie. Die Türken und Araber sehen Taliban-Tv und echte Einwanderer interessiert Weltkommunismus nicht, da viele aus diesem kamen. Dann bleiben in Frankfurt noch die Linken a la "Bukaneer" aber die reichen nicht für alle Zeitungen. Politisches neusprech langweilt eben den Rest. Deshalb ist die FR nur die erste Zeitung, der Rest folgt. Der taz sterben auch die Leser weg.

  • 05.02.2013 17:35 Uhr

    von mr. fantasy:

    wann lernt ihr journalisten denn endlich, dass der betriebsrat keinen chef, sondern einen vorsitzenden hat, wie es in der bildunterschrift ja richtig steht?

    zur FR: "einseitigen Linksparolen"? das muss vor meiner zeit gewesen sein. für die täglichen nachrichten braucht man wirklich keine FR mehr; das sind genauso schlecht recherchierte und geschriebene agenturmeldungen wie überall sonst. um die dokumentationen und hintergrundberichte wärs schade. aber gibts die überhaupt noch?

  • 04.02.2013 16:28 Uhr

    von Holkan:

    "Wie ein Stück Vieh", mir kommen die Tränen. Dieses Gejammer ist ja nicht auszuhalten. Eine Zeitung geht ein, weil sie nicht genügend Menschen lesen wollen. Sollte das nicht das Schicksal aller ungelesenen Zeitungen sein?

  • 01.02.2013 15:43 Uhr

    von buccaneer:

    Hallo " armes Vieh "
    schon jemals eine FR gelesen, ich glaube nicht !
    Die FR ist die einzigste Zeitung im Großraum Frankfurt die über rassistische Übergriffe der Bullen berichtet und schon manche Diskussion angezettelt hat.
    Eher unüblich für einen "Teil des kapitalistischen Propagadaministeriums "

  • 29.01.2013 20:32 Uhr

    von Armes Vieh:

    Genau wie alle anderen Medien ist die FR nur ein Teil des kapitalistischen Propagadaministeriums - das hat man schön in den letzten Jahren zum Thema Griechenland beobachten können - das als linksliberal zu bezeichnen ist lächerlich.

  • 29.01.2013 14:59 Uhr

    von jenny:

    Die FR. ist vor allem Lokalzeitung u. lebt von den

    Zeitungabos! - die sind aber von 150000 auf nur

    noch ca. 70ooo zurückgegangen.

    Gründe: vielen sind die Abokosten zu hoch, pro Jahr

    über 300 Eu.; ferner hat Frankfurt mittlerweile

    einen so hohen nicht deutsch sprachigen Bevölkerungs-

    anteil, der sich von einer monodeutschsprachigen,teuren

    Lokalzeitung nicht angesprochen fühlt.

    Dazu kommt der Generationswandel, die Alten treuen

    Leser versterben, die Jungen nutzen lieber kosten-

    los das Internet!

    Chancen hätte eine boulevardmässig aufgemachte

    Lokalausgabe, die auch in englisch u. türkisch

    erscheint, kompakter u. dafür auch billiger sein

    müsste ( 65 cents = unter dem Bildlevel ) dies wäre

    zumindest einen Versuch wert, denn alle anderen

    Konzepte sprechen zuwenig Leser an; dafür müsste

    natürlich auch eine neue politische "Ausgewogenheit"

    Richtung Süddeutsche Zeitung in das neue Blatt ein-

    kehren! - die einseitigen Linksparolen ziehen im

    weltoffenen u. auf Kapitalismus ausgerichteten

    Frankfurt nicht mehr!

    Die SPD hat jedenfalls mal wieder gezeigt, dass sie

    nichts von Wirtschaft versteht = auf Deutschland

    übertragen würde die Politik dieser Partei das ganze

    Land in die Insolvenz führen wie bei der FR !

  • 29.01.2013 14:49 Uhr

    von Ben:

    @ anke: Ich verstehe Ihren Beitrag vor lauter Metaphern nicht mehr. Was wollen Sie genau sagen und wem einen Vorwurf machen?
    Wir erleben hier bei der FR seit 10 Jahren massive soziale Härten. Als ich vor 19 Jahren bei der FR angefangen habe, waren wir 1.700 (!) Mitarbeiter, heute 480. Wenn jemand in dieser Zeit überhaupt noch etwas für die Belegschaft durchsetzen konnte, dann Marcel Bathis. Diesem Mann verkappten Konservativismus oder nähe zu den Chefs vorzuwerfen, ist realitätsfremd... Der Mann hat gegenüber wechselnden Gesellschaftern und "Personalern" immer wieder den Kopf hingehalten. Ohne den Betriebsrat gäbe es in Frankfurt seit Jahren keinen linksliberalen FR-Journalismus mehr. Vielleicht lenken wir unsere Aufmerksamkeit lieber auf die SPD, die die FR 2004 zum Zwecke des Geldverdienens gekauft hat und die Belegschaft jetzt wie eine heiße Kartoffel fallenlässt?

  • 29.01.2013 09:38 Uhr

    von anke:

    Wieso muss eigentlich immer das Internet an allem die Schuld haben? Kann das Problem denn nicht damit zusammenhängen, dass die Werbung auch nicht mehr ist, was sie mal war – und die Zuständigen bis heute nicht in der Lage gewesen sind angemessen zu reagieren auf den Wandel?

    Untergehen ist offenbar keine Kunst, die nur DDR-Bonzen beherrschen. In Zeiten des grassierenden Sparwahns kann bzw. will halt kaum noch jemand zahlen für unglaubhafte oder überflüssige Versprechungen. Das verstehe ich gut. Was ich nicht verstehe ist, dass es Leute gibt, die ihre wirtschaftliche Existenz (und die vieler anderer Leute) partout davon abhängig machen wollen, dass ein totes Pferd ein Rennen gewinnt. Nur, weil sie im letzten Laufn noch mal Glück hatten damit. Trotz angeschlagener Gesundheit (Doping-Folge).

    Wenn ich als Entscheider unbedingt belogen werden will, bedeutet das noch lange nicht, dass jeder andere es auch möchte. Schon gar nicht, wenn alle anderen die Kosten ihrer Bestellung aus eigener Tasche zahlen müssen. Ein kultureller Wandel aber, der (mangels grauer Masse) nicht in den Köpfen beginnt, beginnt überhaupt nicht. Und dann scheitert eben auch eine angeblich linke FR am (strukturellen) Konservatismus ihrer Chefs. Die, weil sie sich für unschuldig halten an dessen Existenz, den Tiger schlicht ignorieren, den sie nicht reiten können. Und denen man leider auch nur bedingt vorwerfen kann, dass sie (zum Beispiel dank eines Marcel Bathis und einer Belegschaft, die solche Leute wählt) nie gelernt haben, Verantwortung auch dann noch zu tragen, wenn sie ausnahmsweise mal mit Arbeit verbunden ist.

  • 28.01.2013 20:00 Uhr

    von rusti:

    So leid wie es einem tut, aber das schon vorher verwässerte Profil, wird nun erst recht zu einer Fratze geglättet. Das werden sich die Biedermänner und Brandstifter der neoliberalen Wirtschaftsfaschismus nicht nehmen lassen. Diesen geistigen Onanisten
    geht doch jetzt schon einer ab.

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