In Belgien einigen sich Google und Verlage nach langem Streit um Textschnipsel und erinnern damit an das deutsche Aldi-Dilemma. Was sagt uns das?von Meike Laaff
Die verlage dürden sowohl die Google suche als auch ausschließlich die Google Bildersuche sperren.
Den Verlagen reicht das nur nicht.
Die Verlage wollen einfach "Internet-Geld"
14.12.2012 09:53 Uhr
von wirrbeltier:
Man darf gespannt sein, ob sich das in Deutschland ähnlich abspielen wird. In Belgien gab es ja kein Gesetz (zwischendurch noch nicht mal eine handlungsfähige Regierung) - da hatte der (französischsprachige) Presseverband Google verklagt, so ganz privatwirtschaftlich. Der flämische Presseverband hatte scheinbar keine Probleme mit google news, und man blieb im Geschäft.
In Frankreich, der Schweiz, und Brasilien sind grade ähnliche Vorgänge zu sehen... Man darf auch da gespannt sein. In Frankreich hatte nämlich die Regierug Sarkozy schonmal eine "lex google" auf den Weg gebracht, eine Steuer auf Werbeeinnahmen im Internet. Die Einnahmen waren scheinbar schon im Haushalt verplant, und nur durch massiven Protest der französischen Internetwirtschaft und Kreativschaffenden (der "Protest der 10000 Künstler") konnte das Gesetz im letzten Moment gekippt werden. Sarkozy ist damit sogar in den Wahlkampf 2012 gezogen, und selbst mit der Regierung Hollande liegt ein neuer Vorschlag vor. Le President bevorzugt aber anscheinend das Belgische Modell, d.h. eine Einigung zwischen Google und den Verlagen selbst. (Schamlose Selbstwerbung: Ich hab da neulich mal einen Abend Recherche reingesteckt, um den Stand der Dinge in Belgien und Frankreich mal aufzuschreiben: http://blog.wirrbeltier.net/wordpress/?p=128 )
14.12.2012 00:25 Uhr
von Florian Meyert:
Es ist sehr eigenartig gerade Google mit Billigdiscountern wie Aldi und Lidl vergleichen zu wollen. Es genau andersherum. Die Verlage bieten im Bereich der Werbung mieseste Qualität, schlechte Reichweiten und halten dafür die Hand weit auf. Nirgends kann ein Anzeigenkunde gezielter und effektiver werben als direkt bei Google selbst und dies auch noch selbst kontrollieren und täglich neu optimieren. Ein Alptraum für die verwöhnten und vollgefressenen Verlage die mit Ihren Schwindeleien gegenüber ihren Werbekunden plötzlich auf der Strecke bleiben. Und ihr so wichtiges Lesevieh verlieren sie auch sowieso. Und jetzt wollen sie sich auch noch bei Google vor die Tür setzen. Bravo, Super, dann rutschen die interessanten Blogs und Forenbeiträge nach oben und der lahme Einheitsbrei von DPA & Co verschwindet dorthin wo er hingehört und keinen mehr langweilt: Hinter eine Paywall.
Leserkommentare
15.12.2012 00:45 Uhr
von Tim Leuther:
Die verlage dürden sowohl die Google suche als auch ausschließlich die Google Bildersuche sperren.
Den Verlagen reicht das nur nicht.
Die Verlage wollen einfach "Internet-Geld"
14.12.2012 09:53 Uhr
von wirrbeltier:
Man darf gespannt sein, ob sich das in Deutschland ähnlich abspielen wird. In Belgien gab es ja kein Gesetz (zwischendurch noch nicht mal eine handlungsfähige Regierung) - da hatte der (französischsprachige) Presseverband Google verklagt, so ganz privatwirtschaftlich. Der flämische Presseverband hatte scheinbar keine Probleme mit google news, und man blieb im Geschäft.
In Frankreich, der Schweiz, und Brasilien sind grade ähnliche Vorgänge zu sehen... Man darf auch da gespannt sein.
In Frankreich hatte nämlich die Regierug Sarkozy schonmal eine "lex google" auf den Weg gebracht, eine Steuer auf Werbeeinnahmen im Internet. Die Einnahmen waren scheinbar schon im Haushalt verplant, und nur durch massiven Protest der französischen Internetwirtschaft und Kreativschaffenden (der "Protest der 10000 Künstler") konnte das Gesetz im letzten Moment gekippt werden. Sarkozy ist damit sogar in den Wahlkampf 2012 gezogen, und selbst mit der Regierung Hollande liegt ein neuer Vorschlag vor. Le President bevorzugt aber anscheinend das Belgische Modell, d.h. eine Einigung zwischen Google und den Verlagen selbst.
(Schamlose Selbstwerbung: Ich hab da neulich mal einen Abend Recherche reingesteckt, um den Stand der Dinge in Belgien und Frankreich mal aufzuschreiben: http://blog.wirrbeltier.net/wordpress/?p=128 )
14.12.2012 00:25 Uhr
von Florian Meyert:
Es ist sehr eigenartig gerade Google mit Billigdiscountern wie Aldi und Lidl vergleichen zu wollen. Es genau andersherum. Die Verlage bieten im Bereich der Werbung mieseste Qualität, schlechte Reichweiten und halten dafür die Hand weit auf. Nirgends kann ein Anzeigenkunde gezielter und effektiver werben als direkt bei Google selbst und dies auch noch selbst kontrollieren und täglich neu optimieren. Ein Alptraum für die verwöhnten und vollgefressenen Verlage die mit Ihren Schwindeleien gegenüber ihren Werbekunden plötzlich auf der Strecke bleiben. Und ihr so wichtiges Lesevieh verlieren sie auch sowieso. Und jetzt wollen sie sich auch noch bei Google vor die Tür setzen. Bravo, Super, dann rutschen die interessanten Blogs und Forenbeiträge nach oben und der lahme Einheitsbrei von DPA & Co verschwindet dorthin wo er hingehört und keinen mehr langweilt: Hinter eine Paywall.