wortwechsel: Die ganze Welt als Geisel?Irrsinn der Kriegstyrannen!
Tötungsmaschinen überall, ja: auch im Weltall. Der Planet wird das wohl schon aushalten! Klima, Kinder, Kollateralschäden? Nostalgisch-naives Gejammer von Friedensweicheiern!
„Europa ist im Zangengriff“. Nur wenn Europa die Großmächte ausbalanciert, kann es sein Abseits verlassen, sagt Analyst Marc Saxer. Dazu könnte ein Ausgleich mit Russland gehören“,
wochentaz vom 21. 2. 26
Kriegsvorbereitung?
Fast acht Milliarden Individuen mit Hoffnungen, Familien, Alltagsproblemen und mit dem schlichten Wunsch, in Frieden zu leben und ihre Kinder in eine sichere Zukunft zu führen … und dennoch wird die Welt in erschreckender Regelmäßigkeit von Kriegen erschüttert. Entfesselt nicht von diesen Milliarden, sondern von einer verschwindend kleinen, machtversessenen Elite aus Politikern, Militärstrategen und ihren ökonomischen Nutznießern. Wie kann es sein, dass eine so winzige Minderheit immer wieder Tod, Zerstörung und Vertreibung über ganze Regionen bringt? Wie kann es sein, dass nationale Parlamente Kriegsmandate durchwinken, dass Rüstungsbudgets wachsen, während Schulen verfallen und Krankenhäuser überlastet sind? Warum bleibt die überwältigende Mehrheit der Menschheit Zuschauer? Viele glauben, Politik sei ein abgekoppeltes Spielfeld, auf dem man selbst ohnehin nichts bewirken könne.
Diese Resignation ist der fruchtbarste Boden für jene, die vom Krieg profitieren. Eine „gewaltsüchtige“ Elite kann nur so lange agieren, wie die Mehrheit schweigt, wegschaut oder sich in Ohnmacht einrichtet. Die entscheidende Frage lautet, warum „wir“ diese Kriege zulassen.
Alfred Kastner, Weiden
„Mutet an wie Realsatire, aber es ist bitterernst. US-Präsident Donald Trump justiert die Weltordnung neu. Nun auch mithilfe seines „Friedensrates“,
wochentaz vom 21. 2. 26
Friedensrat der Lügen
Es ist ein Akt beispielloser Hybris: Am 19. Februar 2026 zimmerte sich Donald Trump mit seinem erstmals tagenden „Friedensrat“ eine Bühne für den absoluten Weltherrschaftsanspruch. Dass er sich zum lebenslangen Vorsitzenden krönen ließ, ist kein Friedensprojekt, sondern eine feindliche Übernahme der internationalen Ordnung. Wer die UN als „unbedeutend“ abkanzelt, um sie durch eine private Despotenrunde mit eigenem Vetorecht zu ersetzen, will keinen Frieden – er will totale Kontrolle. Dieses Gremium ist ein Zerrbild der Demokratie. Dass Trump sogar Milliardenzahlungen fordert, um in seinem Zirkel mitspielen zu dürfen, macht Diplomatie zum käuflichen Mafia-Geschäft. Er agiert nicht als Vermittler, sondern als „Peace-Lobbyist“ in eigener Sache. Wer glaubt, dieser narzisstische Alleingang bringe Stabilität, verkennt die Gefahr: Hier wird das Völkerrecht zugunsten eines imperialen Egos beerdigt. Europa muss diesen autoritären Schatten-Staat geschlossen boykottieren, bevor die Freiheit endgültig unter die Räder kommt! Kommentar taz forum
„Wolfswelt“! Lesen Sie Marshal Rosenberger, der seine Methode der non-violent-communication unter anderem aus seinen Erfahrungen in der Verständigungsarbeit im Nahen Osten gewonnen hat. Im Feld seiner Methoden und seiner Ethik spricht man von „Wolfssprache“ und „Giraffensprache“. Kommentar taz forum
Selten, dass man mal eine geopolitische Analyse in einer linken Zeitung liest, welcher nicht ein 80er Jahre Ostblock/Westblock-Weltbild als Grundlage dient!
Name ist der Redaktion bekannt
Krieg erobert den Alltag?
Liebes taz Team, ich möchte euch gerne vorschlagen, einmal genauer hinzuschauen, wie Kriegsszenarien mehr und mehr Einzug in die Gesellschaft, aber auch in die Welt der Kinder halten und dort Legitimierung erfahren.
Aktuelle sehr bedenkliche Beispiele: Beim Fasching in der Grundschule kamen am Rosenmontag 5 Kinder im Tarnanzug der Bundeswehr in die Schule, ausstaffiert mit diversen Nachbildungen von Zubehör am Gürtel.
Die Schule hatte lediglich untersagt Waffen mitzubringen.
In der Oberstufe der weiterführenden Schule wurden im Kontext der Berufsorientierung Vorträge von der Bundeswehr und einer Tochterfirma der Thyssen Krupp AG gehalten.
Sicherlich gibt es noch viele andere Beispiele. Ich denke, dem gebührt mehr Aufmerksamkeit aber auch die Frage, was darf und was darf nicht.
Name ist der Redaktion bekannt
Die Uhr läuft!
Warum nicht die Dinge beim Namen nennen? Wettrüsten in den nächsten Krieg – oder wozu sonst? Nichts anderes dominiert die täglichen Nachrichten und die Meldungen.
Das neue Feindbild ist das alte und heißt Russland, „Soffjets“ wie Adenauer betonte, die Rote Gefahr wurde damals an die Wand gemalt, und der Bolschewismus war immer der Deutschen Feind.
Sind die begleitenden Hasstöne gen Osten alle neu erfunden oder ähneln sie sehr verdächtig vergangenen deutschen Zeiten? Wo stehen deutsche Soldaten mit ihrem Kriegsgerät inzwischen schon näher am Hauptfeind als vor den letzten zwei Weltkriegen?
Welche Friedenssignale ergehen an Russland und Putin? Wie und in welchen Tönen begleitet deutsche und westliche Politik das militärische Auftreten Russlands an dessen Grenzen – und wie beifällig verständnisvoll und ohne jede Hysterie und Hass werden die militärischen Abenteuer der USA gegenüber zahllosen anderen Staaten medial begleitet? Was wird aus den Kriegsvorbereitungen gegen den Iran, der Kumpanei mit Israel, den Drohungen gegen alle nicht willigen Regierungen und Staaten?
Roland Winkler, Aue
Die Grundlage für das Tauwetter nach dem kalten Krieg kam zustande, indem Deutschland die Gebietsgewinne Russlands, resultierend aus dem zweiten Weltkrieg, unwiderruflich anerkannte – dafür gab es das Einverständnis Russlands, dass die neuen Grenzen, die nach WW2 gezogen wurden, nie wieder durch militärische Gewalt verändert werden dürfen. Kommentar taz forum
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