was tun in hamburg?:
Do, 28. 11., 20 Uhr, Pudel/Barboncino
Gewaltmusik oder Musikgewalt?
Techno war ein Aufstand gegen leicht bekömmliche Unterhaltungsmusik, ist die Kulturwissenschaftlerin Iris Dankemeyer überzeugt. Die in den Industrieruinen Detroits entstandene Bummsbeat-Musik habe „zwingend und kompromisslos Gehorsam“ verlangt, aber auch eine eigene Klubkultur und ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt. Heute sei die Techno-Partykultur nicht nur in Berlin zum Standortfaktor der Kreativkultur geworden. In ihrem Vortrag bei den „Untüchtigen“ fragt Dankemeyer, wie aus der Not der „Techno City“ eine Tugend der „Hauptstadt der Clubkultur“ werden konnte. Ist es die Gewalt der Musik, die da die Leute zusammenbringt? Oder ist Techno doch eher eine Musik der Gewalt, die das Gesetz der Gesellschaft in tanzende Körper prügelt?
Mi, 27. 11., 19 Uhr, HfbK Lerchenfeld
Kritische Kartograf*innen
Seit rund zehn Jahren arbeitet das aus einer Gruppe kritischer Geograf*innen hervorgegangene Kollektiv Orangotango unter anderem zu kritischer Kartografie. Am Mittwoch berichten Severin Halder und Paul Schweizer aus der Praxis des Kollektivs, von eigenen Erfahrungen mit kollektiven Kartierungen und stellen das Projekt „This Is Not an Atlas“ (notanatlas.org) vor. Dafür hat Orangotango vier Jahre lang widerständige Kartierungen aus aller Welt zusammengetragen: vom „Balloon-Mapping“ von Flüchtlingscamps im Libanon über die Sichtbarmachung von sexualisierter Gewalt in Kairo bis zu kolonialen Spuren in München.
Sa, 23. 11., 17 Uhr, Zentralbibliothek, Eintritt frei
Immer wieder anders geblieben
Alles haben sie schon ausprobiert, Hip-Hop, Pop, Elektronik, Krautrock: Einzige Konstante der 1989 in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen gegründeten Band Station 17 ist die permanente Neuerfindung. Am heutigen Samstag aber ist vor allem eines ganz anders als sonst: Das Konzert in der Zentralbibliothek kostet keinen Eintritt. (matt)
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