was alles der wm nicht fehlt:
Kuriose Zweifel: Nach dem Skandal um die aufgehobene Rote Karte bei der Weltmeisterschaft hat der Fifa-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters gesät. Er finde es „höchst verdächtig“, dass gegen den Schiedsrichter Raphael Claus im Jahr 2024 bereits wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei, zitierte der Guardian den WM-Beauftragten. Claus hatte den US-Stürmer Folarin Balogun beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz gestellt. Die Sperre wurde nach einem Telefonat zwischen Fifa-Präsident Infantino und US-Präsident Trump überprüft und auf Bewährung gesetzt.
Chef verteidigt: Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat nach der offiziellen Beschwerde Ägyptens den französischen Referee François Letexier und dessen WM-Kollegen grundsätzlich verteidigt. Niemand dürfe die Integrität der Unparteiischen infrage stellen. „Ebenso kann niemand behaupten, dass die Fifa-Schiedsrichterabteilung von irgendjemandem beeinflusst werden kann, nicht einmal vom Fifa-Präsidenten“, sagte der 66 Jahre alte Italiener in einem Interview auf der Website des Fußballweltverbands. Der ägyptische Fußballverband hatte nach dem Schiedsrichter-Ärger beim 2:3 im WM-Achtelfinale gegen Argentinien ein juristisches Nachspiel angekündigt.
Erneuter Wirbel: Belgiens Nationalmannschaft lässt sich bei der Fußball-WM von den Gastgebern weiterhin nichts gefallen. Nach dem 4:1-Sieg über das US-Team inmitten der Kontroverse um die aufgehobene Rotsperre von US-Torjäger Folarin Balogun reichten die Belgier erneut Beschwerde ein. Das ihnen zunächst für die Vorbereitung auf das Viertelfinale gegen Spanien zugewiesene Trainingsquartier entspreche „nicht den für unsere Trainingseinheiten erforderlichen Mindeststandards“, ließ Belgiens Verband wissen. Die Fifa erlaubte den Belgiern nun, statt wie zunächst geplant auf dem Gelände der Loyola-Marymount-Universität beim MLS-Klub Los Angeles Galaxy zu trainieren.
Historischer Vergleich: Bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko kommen im Schnitt weniger Zuschauer in die Stadien als bei der letzten Ausgabe in Nordamerika 1994. Vor den Viertelfinals liegt die durchschnittliche Zuschauerzahl nach Angaben der Fifa bei 65.204 je Partie. 1994 lag der Durchschnitt bei 68.991 Zuschauern. Diesen Wert kann das Turnier in diesem Jahr auch dann nicht mehr erreichen, sollten alle weiteren Partien bis auf den letzten Platz voll besetzt sein. Trotz zahlreicher leerer Sitzplätze bei vielen Partien vor allem in der Gruppenphase vermeldete die Fifa, das 99,7 Prozent aller verfügbaren Plätze bei der Weltmeisterschaft belegt waren.
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