was alles der wm nicht fehlt:
Etwas Politisches: Joshua Kimmich hat sich geäußert. „Selbstverständlich spüre ich die aktuelle Unzufriedenheit in Deutschland und auch, dass es politisch und gesellschaftlich ziemlich unruhig ist“, sagte der DFB-Kapitän der Bild am Sonntag. Er wünscht sich, dass „in Deutschland wieder ein positiver Patriotismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich sind – ohne dabei andere auszuschließen“.
Etwas Kritisches: Nach dem 1:1 der Schweiz gegen Katar sagte der Kapitän der Eidgenossen, Granit Xhaka: „Wenn man keine Disziplin auf dem Platz hat, kann man auch gegen Katar nicht gewinnen.“ Selbstkritisch fügte er hinzu: „Erstmal müssen wir mit beiden Beinen auf den Boden kommen und die Realität sehen. Sehen, dass wir nicht so weit sind, wie wir vielleicht vor dem Turnier gesprochen haben.“
Etwas nicht ganz Selbstkritisches: Nach dem 1:1 Brasiliens gegen Marokko gab sich Torschütze Vinícius Júnior leicht selbstkritisch: „Wir müssen besser werden.“ Soweit wollte Trainer Carlo Ancelotti nicht gehen: „Das Resultat war nicht schlecht.“ Sein Gegenüber, der marokkanische Trainer Mohamed Ouahbi, erklärte: „Wir haben unentschieden gespielt, wir sind zufrieden. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber ich bin nicht traurig.“ Selbstbewusst kündigte er an: „Ich möchte mehr als nur das Halbfinale erreichen.“
Etwas Aufmunterndes: 1:0 gewann Schottland über Haiti. Torschütze John McGinn formte mit seinen Fingern eine Brille vor seinem Gesicht. Grund für die Geste ist sein Neffe Jack, der nur mit Brille Fußball spielen kann und darunter leidet. „Ich bin mir sicher, wenn er wieder in die Schule geht, werden all seine Mitschüler darüber reden“, sagte McGinn.
Etwas Kriminelles: Beim englischen Nationalteam wurde eingebrochen. Aus Fahrzeugen wurden Gegenstände gestohlen. Vermutlich was es Trainingsausrüstung, heißt es, aber recht genau wird von einem Wert von 18.000 Dollar berichtet. Nun wurden zwei Männer festgenommen, gab die Staatsanwältin von Jackson County, Melesa Johnson, bekannt. Die beiden Verdächtigen befinden sich demnach in Gewahrsam und seien wegen Hehlerei in einem schweren Fall angeklagt worden. Das Team von Nationaltrainer Thomas Tuchel startet am Mittwoch gegen Kroatien in die WM.
Etwas Unvermeidliches: US-Präsident Donald Trump hat auf seiner eigenen Plattform Truth Social dem Team USA gratuliert. Das hatte ohne die persönliche Anwesenheit des Präsidenten 4:1 gewonnen, und zwar, so Trump, „gegen eine sehr gute paraguayische Mannschaft“. Seine Forderung für die nächsten Spiele: „Macht weiter so!“
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen