verboten:
Guten Tag, meine Damen und Herren!
In einem McDonald’s auf der Reeperbahn hat ein junger Mann versucht, seinen Cheeseburger mit einem gefälschten 50-Euro-Schein zu bezahlen. Weil ihm die Kassiererin auf die Schliche kam, wurde der Betrüger sofort verhaftet.
verboten fragt: Was hat der arme Mann denn getan? Repräsentiert nicht die Ware (Cheeseburger) den Gebrauchswert? Und das Geld (Euro) den äquivalenten Tauschwert?
„Aber was ist Geld?“, fragte einst ein heller Kopf, „Geld ist kein Ding, sondern eine bestimmte Form des Werts.“ Also ist der wertlose Fuffziger die angemessene Bezahlung für einen in jeder Hinsicht wertlosen Cheeseburger. Wenn also jemand seine falsche Ernährung mit gefälschtem Geld bezahlt – wo liegt das Problem? Wahrscheinlich wieder mal bei
Karl Marx, im „Kapital“.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen