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Mehr als 70 britische Künst­le­r:in­nen fordern besseren Schutz vor künstlicher Intelligenz (KI). Im Zuge des Staatsbesuchs von US-Präsident Donald Trump fürchten sie das erwartete Technologieabkommen beider Länder, das ihre Rechte und Werke nicht vor eventuell urheberrechtsverletzender Verwendung durch KI schützt, wie sie es laut der Zeitung The Guradian in einem offenen Brief schrieben. Darin kritisieren sie außerdem die Weigerung der Regierung, einem Gesetzesentwurf zuzustimmen, der KI-Unternehmen zur Offenlegung von Trainingsdaten gezwungen hätte. Unterschrieben haben den Brief neben Ver­tre­te­r:in­nen britischer Nachrichtenverlage und Theater auch Popstars wie Kate Bush, Annie Lennox, Mick Jagger, Paul McCartney oder Elton John. Letzterer sagte, die Regierung würde so „die Tür weit offen lassen, damit das Lebenswerk eines Künstlers gestohlen werden kann“. Das werde man nicht akzeptieren.

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Ulrike Draesner erhällt den Christine Lavant Preis. Der mit 15.000 Euro dotierte Literaturpreis zeichnet sowohl ästhetischen Anspruch als auch eine gesellschaftskritische Haltung aus. Draesners Gedichtbände und Romane zählten zum Lesenswertesten, was die deutschsprachige Gegenwartsliteratur zu bieten habe, und überzeuge mit drängenden Themen wie Erinnerung und Flucht sowie prägenden Frauenperspektiven. Sie seien dabei zugleich sprachlich anspruchsvoll und zugänglich, begründete die Jury ihre Entscheidung. Die 1962 geborene Ulrike Draesner studierte in München, Salamanca und Oxford, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und veröffentlichte über 20 Bücher, darunter den Roman „Die Verwandelten“ (2023) und den Gedichtband „doggerland“ (2021). Seit 2018 ist sie außerdem Professorin für Deutsche Literatur am Deutschen LiteraturinstitutLeipzig.

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