unterm strich:
Die israelische Künstlerin Yael Bartana und der Berliner Theaterregisseur Ersan Mondtag werden den Deutschen Pavillon für die Kunstbiennale in Venedig gestalten. Erzählt werde unter dem Titel „Thresholds“ (Englisch für Schwellen) Geschichte und Zukunft aus der Perspektive verschiedener künstlerischer Positionen, hieß es am Dienstag vom zuständigen Institut für Auslandsbeziehungen: „Der künstlerische Beitrag für den Deutschen Pavillon sucht in drei Szenarien den Umgang mit Schwellen, Stufen und Grenzen.“ Die in Amsterdam und Berlin lebende Bartana wolle mit ihrer Arbeit Möglichkeiten des zukünftigen Überlebens suchen. Mondtags Part solle dem monumentalen Charakter des in der Nazi-Zeit gestalteten Pavillons „eine fragmentarische, scheinbar kleine Erzählung“ entgegensetzen. Ein drittes Szenario werde auf der zwischen Venedig und dem Lido gelagerten Lagunen-Insel La Certosa geschaffen. Die in Berlin lebenden Michael Akstaller, Nicole L’Huillier, Robert Lippok und Jan St. Werner wollen dort einen in der Natur beheimateten Resonanzraum gestalten, „der der Monumentalität des Deutschen Pavillons entgegensteht“, heißt es. Die Biennale in Venedig findet vom 20. April bis 24. November statt. Sie gilt neben der Documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst.
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