unterm strich:
Der Schriftsteller Ranjit Hoskoté ist aus der Findungskommission der Kunstschau documenta 16 zurückgetreten. Hoskoté habe seinen Rücktritt erklärt, nachdem man ihn aufgefordert habe, sich von seiner Unterschrift unter ein Statement mit BDS-Bezug zu distanzieren, teilte die documenta am Montag mit. In dem Statement gegen eine Veranstaltung des israelischen Konsulats Mumbai im Jahr 2019 wurde der Zionismus als „rassistische Ideologie“ bezeichnet und mit dem indischen Hindunationalismus verglichen. Bereits am Freitag hatte sich schon die israelische Künstlerin, Philosophin und Psychoanalytikerin Bracha Lichtenberg Ettinger aus der Findungskommission zurückgezogen. Ettinger hatte der documenta zufolge vergeblich darum gebeten, die Entscheidungsfindung angesichts der Situation im Nahen Osten zu verschieben, und sich dann entschlossen, aus dem Gremium auszuscheiden. Ihr Rücktritt stehe jedoch nicht in Verbindung mit der Debatte um Hoskoté. Die ursprünglich sechsköpfige Findungskommission soll bis Ende 2023 oder Anfang 2024 einen Kurator, eine Kuratorin oder ein Kollektiv für die kommende Ausgabe der documenta im Jahr 2027 vorschlagen.
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