: top 10 der bse-fälle in europa
Spitzenreiter ist Guernsey, doch Frankreich holt auf
Zuerst die gute Nachricht: Die Zahl der nachgewiesenen BSE-Fälle bei Rindern geht weltweit zurück.
Die schlechte Nachricht: In einigen Ländern steigt die Zahl sogar noch. So haben britische Wissenschaftler errechnet, dass Frankreich erstmals im Jahr 2003 Großbritannien als BSE-Land Nummer eins ablösen wird – wenn die Zahl der neu erkrankten Kühe auf der Insel weiter fällt wie bisher. Im Vereinigten Königreich, Ursprungsland des Rinderwahns, wurden bisher 181.368 Fälle von BSE bei Rindern entdeckt, davon 1.443 im Jahr 2000, in diesem Jahr bis Ende September 526. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Seuche, in den Jahren 1992 und 1993, waren es über 37.000 beziehungsweise 35.000 Tiere. Frankreich hingegen stellte im vergangenen Jahr 161 Fälle fest, in diesem schon 202. Deutschland meldete im Jahr 2000 – als noch nicht wirklich getestet wurde – sieben, dieses Jahr bisher 124 BSE-kranke Rinder.
Wer will, kann sich eine Länder-Hitliste errechnen, nämlich nach der Zahl der erkrankten Tiere pro einer Million Rinder. Hier liegt im Jahr 2000 die Kanalinsel Guernsey, Teil des Vereinigten Königreiches, mit riesigem Abstand vorne: 5.400 Erkrankungen pro Million Rinder. In den Katastrophenjahren 1992 und 1993 war auf diesem Inselchen sogar jedes zwanzigste Rind wahnsinnig. Großbritannien allgemein liegt mit 288 Fällen immer noch an der Spitze der Staaten. Danach folgen Portugal (187 Fälle pro Million), Irland und die Schweiz mit je 40, dann Deutschland (Stand 2001) und Frankreich mit etwa 18 erkannten Erkrankungen pro Million Hörnerträger.
Quelle: Weltorganisation für Tiergesundheit OIE, Bundesregierung
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