taz talk zur Wahl in Berlin: Enteignung als Lösung – oder das Ende von Rot-Rot-Grün?
Die Mieter:innenhauptstadt ächzt unter unaufhörlich steigenden Mieten. Inzwischen ist Berlin eine der teuersten Städte bundesweit – und doch fehlt es noch immer an politischen Antworten, die diese soziale Krise eindämmen. Unter Schwarz-Rot ist drei Jahre lang wenig passiert. Doch in ihren Wahlprogrammen haben zumindest die Mitte-links-Parteien wieder Ideen im Angebot: von der Stärkung des kommunalen Neubaus über einen neuen Mietendeckel bis hin zu Wohnungswirtschaftsgesetzen mit Sozialquoten für private Vermieter. Vieles davon könnte schon schnell echte Verbesserungen bringen. Öffentlich im Fokus steht derweil die Frage der Vergesellschaftung. Die Umsetzung des Volksentscheids Deutsche Wohnen & Co enteignen wurde über Jahre verschleppt. Doch während die Linke verspricht, das Vorhaben endlich umzusetzen, stellt sich SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach dagegen, ein Kompromiss scheint kaum vorstellbar. Wie bereits für die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern lädt die taz auch zur Wahl in Berlin zu einem Wahlspecial ein. Knapp eine Woche vor der Berlin-Wahl am 20. September gehen wir in der Berliner taz Kantine den Fragen nach: Wie können sich SPD, Linke und Grüne doch zusammenraufen, ohne den demokratischen Auftrag der Berliner:innen zu ignorieren? Führt die Enteignungsfrage Berlin in eine politische Sackgasse, von der am Ende nur die Konservativen profitieren? Und was bringt eine Enteignung eigentlich? Wir diskutieren mit: Sebastian Schlüsselburg – er ist Mitglied des Abgeordnetenhauses, ehemals für die Linke, seit 2025 für die SPD. Katrin Schmidberger – sie ist Mitglied des Abgeordnetenhauses und Sprecherin für Mietenpolitik für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Und mit Rouzbeh Taheri – er ist Spitzenkandidat der Linken Neukölln für das Abgeordnetenhaus. Taheri war Mitgründer und Sprecher der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen. Die Tickets sind gratis, eine Reservierung ist aber erforderlich. Hier reservieren: taz.de/live
Wann: Di., 15. September 2026 um 19 Uhr
Wo: taz Kantine und weltweit im Livestream
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen